|
SPIELTAG 16.11.2001
New Jersey - Boston 4-5 OT (2-1/1-1/1-2/0-1)
|
|
Als Sergei Nemchinov (NJ) Bostons Byron Dafoe bezwang, war die Welt der Devils noch in Ordnung.
|
Einen kurzweiligen offenen Schlagabtausch lieferten sich die Boston Bruins und New Jersey Devils vor 13.164 Zuschauern im Fleet Center zu Boston. Joe Thornton(62.) beendete nach 105 Sekunden in der Overtime die unterhaltsame Partie mit dem 5-4 Siegtreffer für die Hausherren. Diese lagen nach Bill Guerins(1.) frühem Führungstor zwischenzeitlich schon mit 1-3 im Hintertreffen. Sergei Nemchinov(12.), Patrik Elias(12.) und Scott Gomez(24.), es war sein erster Saisontreffer, ließen durch ihre Tore die Devils schon nach knapp 25 Minuten wie die Sieger aussehen. Die Bruins zeigten trotz des Rückstandes viel Moral und wurden für ihren kämpferischen Einsatz noch vor der zweiten Pause mit dem Anschlusstreffer von Hal Gill(37.) belohnt.
Im Schlussdrittel setzten die Hausherren ihre erfolgreiche Aufholjagd fort. Zunächst Sergei Samsonov(47.) und 3 1/2 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit Jozef Stumpel(57.) brachten die Bruins erstmals in Front. Nur noch 27 Sekunden waren zu absolvieren, als Bobby Holik(60.) aus kurzer Distanz Bostons Schlussmann Byron Dafoe überwand und damit sein Team in die Overtime rettete.
Carolina - Ottawa 1-1 (0-0/1-1/0-0/0-0)
Für die Senators endete mit einem 1-1 Unentschieden gegen die Carolina Hurricanes im heimischen Corel Centre ihre Siegesserie von sieben doppelten Punktgewinnen in Folge. Es war hauptsächlich Carolinas Schlussmann Tom Barrasso, der die Kanadier an einer Fortsetzung ihrer Siegesfahrt hinderte. Der Ex-Senator, er stand in Ottawas Diensten Ende der Spielzeit 1999/2000, war bei 36 Torschüssen der Hausherren Endstation. Nur einmal, Mitte des zweiten Durchgangs nach einem Powerplaytreffer von Martin Havlat(28.pp) musste Barrasso den Puck hinter sich aus dem Netz holen. Gut sieben Minuten später nutzte Shane Willies(35.) eine der wenigen Torchancen der Gäste zum schmeichelhaften 1-1 Unentschieden.
Washington - Philadelphia 0-5 (0-3/0-1/0-1)
Noch keine vier Minuten waren beim Aufeinandertreffen der Philadelphia Flyers und Washington Capitals im First Union Center von Philadelphia gespielt, als die Hausherren nach Toren von Keith Primeau(1.), Jiri Dopita(3.pp) sowie Mark Recchi(4.sh) schon mit 3-0 in Führung lagen und es sah so aus, als würden die Capitals nach ihrer 5-11 Heimpleite gegen Ottawa erneut ein Debakel erleben.
Doch anders als die Senators vor zwei Tagen, die sich in einen wahren Spielrausch spielten, ließen es die Flyers heute Nacht mit ihrem sicheren Vorsprung im Rücken in der Folgezeit ruhiger angehen. Sie kontrollierten das Spiel und verlegten sich hauptsächlich darauf ihren Kasten sauber zu halten. Sowohl Schlussmann Brian Boucher, der Mitte des zweiten Durchgangs verletzt ausschied, als auch Roman Cechmanek hatten relativ wenig Mühe keinen Gegentreffer zuzulassen.
John LeClair(25.pp) und Simon Gagne(59.) bauten mit ihren Treffern die Führung zum 5-0 Endstand aus.
Toronto - Tampa Bay 3-2 (1-1/1-1/1-0)
In einer von beiden Teams äußerst fair geführten Partie bezwangen die Toronto Maple Leafs im Ice Palace von Tampa die Lightning mit 3-2 Toren.
Gut vier Minuten vor Spielende gelang Alexander Mogilny(56.) das 'Game Winning Goal' für die Kanadier.
Die Hausherren hatten einen Start nach Wunsch erwischt: Es dauerte nur 32 Sekunden bis sie Vincent Lecavalier(1.) mit 1-0 in Front schoss. Doch die Gäste blieben davon unbeeindruckt und keine vier Minuten später gelang Teamkapitän Mats Sundin(5.) der Ausgleich.
Wenig spektakulär 'plätscherte' die Partie in der noch verbleibenden Zeit dahin. Alyn McCauleys(24.) Führungstor im zweiten Durchgang, ließ Tampas Tim Taylor(40.) kurz vor der Pause das 2-2 folgen.
Die Lightning erwiesen sich als durchaus ebenbürdiger Gegner wurden aber durch eine Unachtsamkeit, die Mogilny nutzte, um einen verdienten Punktgewinn gebracht.
Chicago - Calgary 2-2 (1-0/1-1/0-1/0-0)
|
|
Robin Regehr (CAL) springt sehr unsanft mit Tony Amonte (CHI) um.
|
Wer hätte das vor Saisonbeginn gedacht, dass nach einem Viertel der diesjährigen Spielzeit das Aufeiandertreffen der Calgary Flames und Chicago Blackhawks im Saddledome zu Calgary eine Spitzenpartie zwischen dem Tabellenführer der Northwest Division und dem Zweitplatzierten der Central Division sein wird.
Die Gäste aus Chicago begannen ganz stark und setzten die Defensivkräfte der Hausherren kräftig unter Druck. Nach knapp sieben Minuten brachte Ryan Vandenbussche(7.) die Blackhawks leistungsgerecht mit 1-0 in Front. Die Flames hatten dem bis zur ersten Pause wenig entgegenzubieten.
Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs waren die Blackhawks hellwach. Diesmal dauerte es nur 116 Sekunden bis Steve Sullivan(22.) Calgarys Schlussmann Roman Turek das Nachsehen gab. Die Flames brauchten lange Zeit um sich von diesem Schock zu erholen, kamen danach aber immer besser ins Spiel. Zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt, 16 Sekunden vor Drittelende, gelang Jamie Wright(40.) der Anschlusstreffer zum 1-2.
Im Schlussabschnitt verstärkten die Hausherren ihre Offensivbemühungen und profitierten schließlich von einer nummerischen Überlegenheit, die Dean McAmmond(56.pp) zum 2-2 Endstand nutzte.
San Jose - Phoenix 3-5 (2-2/1-0/0-3)
Zu einem vollauf verdienten 5-3 Heimerfolg über die favorisierten San Jose Sharks kamen die Phoenix Coyotes vor gut 10.000 Zuschauern in der America West Arena.
Die Hausherren zeigten von der ersten Minute an viel Offensivdrang, doch waren es die Gäste die ihrer Favoritenrolle durch ein konsequentes Ausnutzen ihrer Chancen und Toren von Mike Ricci(4.), Gary Suter(13.) sowie Teemu Selanne(24.) zu einer 3-2 Führung gerecht wurden. Postwendend nachdem Ladislav Nagy(2.) und Sergei Berezin(10.) die Coyotes zwei Mal in Front geschossen hatten, konnten die Kalifornier den Spielstand wieder egalisieren.
Die Sharks sicherten sich ihren Vorsprung über die zweite Pause hinaus, erlebten aber im Schlussabschnitt einen Einbruch: Krystofer Kolanos(45.), Daymond Langkow(50.pp) und der zweifache Torschütze Ladislav Nagy(58.) ließen Miikka Kiprusoff im Tor der Sharks teilweise ganz schön alt aussehen.
In ihren letzten vier Partien mussten sich die Sharks drei Mal geschlagen geben.
St. Louis - Vancouver 1-2 (0-1/0-1/1-0)
|
|
Auf Dan Cloutier (VAN) konnten sich die Vancouver Canucks heute Morgen verlassen.
|
Mit einer beeindruckenden Vorstellung im heimischen General Motors Place bezwangen die Vancouver Canucks ihre Gäste aus St. Louis mit 2-1 Toren und konnten zum ersten Mal in dieser Saison drei Siege in Folge einfahren.
Ein treffsicherer Matt Cooke(11./22.), bei seinem ersten Tor gelang Linden sein erster Scorerpunkt im dritten Spiel für die Canucks, und ein vor allem in der heißen Schlussphase herausragender Dan Cloutier im Tor waren die Garanten für Vancouvers doppelten Punktgewinn.
Unterstützt von gut 16.000 Zuschauern, nach Bekanntgabe der Rückkehr von Trevor Linden konnten die Westkanadier 2.000 Dauerkarten zusätzlich verkaufen, retteten die Canucks ihren knappen Vorsprung &uuuml;ber die Zeit.
Doug Weight(57.) hatte mit gütiger Unterstützung von Vancouvers Defensivkräften kurz vor Spielende den Ehrentreffer für die Blues erzielt.
Dallas - Los Angeles 4-3 (1-0/2-1/1-2)
Auch gegen die in dieser Saison bisher Auswärts wenig überzeugenden Dallas Stars schafften es die Los Angeles Kings nicht zu punkten. Sie unterlagen den Texanern letztendlich unglücklich mit 3-4 Toren.
Einen rabenschwarzen Tag hatte Kings Schlussmann Felix Potvin erwischt, der bei den ersten drei Treffern der Gäste von Mike Modano(3.) sowie Joe Nieuwendyk(33./34.), er konnte ihn gleich zwei Mal innerhalb von 58 Sekunden bezwingen, nicht den sichersten Eindruck machte und im Schlussdrittel durch Jamie Storr ersetzt wurde.
Doch die Hausherren bewiesen Moral: Adam Deadmarsh(37.pp), er war der auffälligste Akteur bei den Kings, verkürzte noch vor der zweiten Pause auf 1-3.
Im Schlussabschnitt setzten die Kalifornier alles auf eine Karte und waren zunächst auch erfolgreich. Jason Allison(46./48.), zwei Mal von Deadmarsh in Szene gesetzt, legte seine Ladehemmung ab und konnte mit seinen ersten zwei Saisontoren den Spielstand egalisieren.
In den folgenden Minuten drückten die Gastgeber auf die erstmalige Führung, doch mitten in dieser Drangperiode schlug erneut Mike Modano(51.) zu und die Kings standen am Ende wieder mit leeren Händen da.
>> Spielstatistiken des Tages
|
|