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2001-11-11 

SPIELTAG 11.11.2001

Columbus - Boston 5-1 (2-1/2-0/1-0)
Das bisher punktschlechteste Team der NHL, die Columbus Blue Jackets, sind auswärts immer für eine Überraschung gut. So fuhren sie heute Nacht einen deutlichen 5-1 Sieg in Boston ein, der dritte Auswärtserfolg in dieser Saison. Zu Hause konnten die Blue Jackets hingegen noch nicht doppelt punkten.
Das Spiel verlief bei weitem nicht so deutlich wie das Ergebnis aussagt. Die Bruins hatten während des gesamten Verlaufs das Übergewicht, doch Pech, Unvermögen und ein gut aufgelegter Marc Denis im Gehäuse der Blue Jackets ließen nur einen Treffer von Sergei Samsonov(18.pp) zum zwischenzeitlichen 1-2 Anschluss zu. Zuvor hatten die Gäste Blake Sloan(5.) und Mike Sillinger(14.) Bostons Torhüter Byron Dafoe schon bezwungen. Dreimal, bei Schüssen von Brian Rolston, Bill Guerin und Mike Knuble, half dem geschlagenen Denis im ersten Drittel der Pfosten und noch einmal gegen Guerin im zweiten Abschnitt die Latte.
Die weiteren Tore indes markierte Columbus durch Mathieu Drache(31.), Ray Whitney(40.) und Kevin Dineen(43.), obwohl Boston mächtig Druck entfachte. Bruins Trainer Robbie Ftorek räumte nach der Partie ein, sein Team nicht entsprechend eingestellt zu haben, so dass es Columbus merklich unterschätzte.

N.Y. Rangers - Buffalo 4-2 (1-0/2-2/1-0)
Die New York Rangers haben auch die Hürde Buffalo genommen und den vierten Sieg in Folge eingefahren, trotz der Tatsache, dass die Rangers von den letzten neun Spielen bei den Buffalo Sabres acht verloren hatten.
Andreas Johansson(8.), im Sommer Neuzugang vom SC Bern, brachte die Gäste mit seinem fünften Saisontor in Führung. Theoren Fleury(29.) baute diese weiter aus und traf im vierten Spiel hintereinander zum 2-0, doch die Sabres James Patrick(31.) und Miroslav Satan(32.) glichen innerhalb von 67 Sekunden wieder aus. Michael York(36./50.) war schließlich der Matchwinner, indem er nicht nur den Siegtreffer zum 3-2 für sich verbuchte, sondern mit dem 4-2 knapp zehn Minuten vor dem Ende für die Entscheidung sorgte.
Rangers Torhüter Dan Blackburn feierte 29 Saves und war ebenso ein Garant für den Erfolg seines Teams. Kleiner Fakt am Rande: Ranger Radek Dvorak spielte heute sein 287. NHL-Spiel ohne Unterbrechung und hält damit den aktuellen Rekord.

New Jersey - Toronto 1-1 (0-0/0-1/1-0/0-0)
Ein rassiges und hart umkämpftes Spiel bekamen die 19.262 Zuschauer im Air Canada Centre zu sehen. Wieder einmal wurde deutlich, was sich zwischen beiden Teams seit der Playoffserie im Mai dieses Jahres und dem Ellbogencheck von Tie Domi gegen Scott Niedermayer abseits des Geschehens abspielt: pure Rivalität.
Nicklichkeiten, Foulspiele und Faustkämpfe regierten die Begegnung, die vor allem im dritten Drittel nach einem hohen Stock von Wade Belak gegen Patrik Elias und einer anschließenden Attacke des Leafs Belak gegen den Devils Stürmer zu eskalieren drohte. Belak erhielt dafür zwei plus fünf plus zehn Minuten Disziplinar- und eine Spieldauerstrafe. In besagter Szene wurden außerdem noch Jason Arnott und Colin White von New Jersey, sowie Shayne Corson von den Maple Leafs in die Kabine geschickt. Viel Arbeit für die zuständige Suspendierungsstelle der NHL in der kommenden Woche.
Insgesamt sprachen die Schiedsrichter, inklusive von acht Fünf-Minuten-Strafen wegen Faustkämpfen, 126 Strafminuten aus, doch Eishockey wurde auch noch gespielt. Torontos Kapitän Mats Sundin(38.pp) hatte die Gastgeber in Überzahl (was sonst?) in Front gebracht. John Madden(49.) egalisierte den Spielstand, der bis zum Ende Bestand hatte.

N.Y. Islanders - Montreal 2-3 (0-0/2-3/0-0)
Ihre zweite Niederlage in den letzten drei Spielen mussten die bisher so erfolgsverwöhnten New York Islanders in Montreal einstecken. Die ersten sechs Auswärtsspiele der Saison wurden noch alle gewonnen.
In einer fairen Begegnung, Montreal hatte zwei Unterzahlsituationen zu überstehen, während die Islanders keine einzige Strafe bekamen, fielen alle fünf Treffer im zweiten Abschnitt. Durchaus verdient hatten sich die Canadiens nach Toren von Craig Rivet(29.), Oleg Petrov(35.) und Yanic Perreault(36.), bei zwei Gegentreffern von Islanders Stürmer Alexei Yashin(35./39.pp) die 3-2 Führung nach 40 Minuten erarbeitet. Der heute unglückliche Chris Osgood im Gehäuse der Gäste verließ nach dem 1-3 durch Perreault seinen Kasten, um der Nummer Zwei Garth Snow Platz zu machen.
Canadiens Torhüter Jose Theodore hingegen war im letzten Durchgang der Garant für den Erfolg der Kanadier und hielt noch 13 Schüsse der Islanders.

Nashville - Ottawa 2-3 (1-2/0-0/1-1)
Die Senators schrieben in der vergangenen Nacht durch den Sieg über die Nashville Predators Geschichte, da sie den sechsten Erfolg hintereinander verbuchen konnten. Die alte franchiseinterne Bestmarke von fünf Siegen erreichten die Sens bereits fünf Mal, unter anderen drei Mal in der letzten Saison, als sie 109 Punkte nach dem Ende der regulären Spielzeit auf ihren Konto hatten.
Gewohnt angriffslustig agierten die Hausherren gegen die Predators von Anfang an und wurden bereits nach weniger als sechs Minuten durch das Tor von Chris Herperger (6.) dafür belohnt. Einen drauf setzte Todd White(11.) nicht lang danach, ehe die 16.895 Zuschauer den überraschenden Anschlusstreffer von Bubba Berenzweig(19.) beobachteten. Dadurch angespornt, kontrollierten die Gäste den Mittelabschnitt, konnten aber erst zu Beginn des letzten Drittels durch Andy Delmore(44.) den Ausgleich erzielen.
Die Hausherren setzten nun alles daran die zwei Punkte in der kanadischen Hauptstadt zu lassen. Die beiden Zähler sicherte schließlich Wade Redden(16.), als er den Rebound nach einem Schuss von Kapitän Daniel Alfredsson erfolgreich verwertete.

Atlanta - Washington 0-3 (0-2/0-1/0-0)
Nach sechs sieglosen Spielen in Folge konnten die Washington Capitals in der letzten Nacht ihren ersten Zwei-Punkte-Erfolg feiern. Maßgeblichen Anteil am Erfolgserlebnis hatte der deutsche Nationaltorhüter Olaf Kölzig, der alle 34 auf sein Gehäuse abgegebenen Schüsse halten konnte und sich seinen ersten Saisonshutout redlich verdiente.
Im Gegensatz zu den Gästen aus Atlanta prüften die Hauptstädter 'Olis' Gegenüber Norm Maracle nur 20 Mal, beförderten aber dabei drei Mal den Puck am gebürtigen Kanadier vorbei. Die Zeichen auf Sieg stellten Jeff Halpern(6.) und Chris Simon(6.), die innerhalb von sechs Sekunden die Hausherren mit 2-0 in Front brachten und den bestehenden NHL-Rekord von vier Sekunden nur knapp verfehlten.
Trotz einer optischen Überlegenheit, neun Überzahlsituationen und hochkarätigen Chancen für die Südstaatler war es den Gästen im weiteren Verlauf der Partie nicht möglich den überragenden Torhüter Kölzig zu überwinden. Im Gegenteil, sie kassierten zu Beginn des zweiten Drittels von Ulf Dahlen(26.) das letzte Tor des Abends zum schmeichelhaften 3-0 Endstand.

Pittsburgh - Tampa Bay 2-3 OT (1-0/1-2/0-0/0-1)
Trotz der Rückkehr von Mario Lemieux, der wegen einer Hüftverletzung in den letzten Spielen pausieren musste, war es den Lightning möglich ihre Negativserie von sechs Niederlagen in Folge zu beenden.
Die vor 18.812 Zuschauer ausgetragene Partie im Ice Palace zu Tampa wurde von Beginn an von beiden Seiten offensiv geführt. In dem teiweise etwas ruppig geführten Spiel, das insgesamt 12 Überzahlsituationen - fünf für Pittsburgh und sieben für Tampa Bay - zu bieten hatte, gingen zunächst die Gäste durch das Tor von Aleksey Morozov(15.pp) in Front. Zu Beginn des zweiten Abschnitts glich Vincent Lecavalier(22.) aus, ehe Wayne Primeau(25.) mit einen erfolgreich abgeschlossenen Penalty die erneute Führung herstellte. Juha Ylonens(27.) erster Saisontreffer brachte 124 Sekunden später den 2-2 Gleichstand. Da die beiden Goalies Nikolai Khabibulin und Jean-Sebastien Aubin im weiteren Spielverlauf ihre Kästen sauber halten konnten, musste die Overtime für eine Entscheidung sorgen. Eine halbe Minute vor der endgültigen Schlusssirene gelang Vaclav Prospal(65.pp) im Powerplay schließlich der Siegtreffer.

Philadelphia - Florida 3-2 OT (1-1/1-0/0-1/1-0)
Den dritten Sieg im dritten Aufeinandertreffen zwischen der beiden Ostküstenrivalen aus Florida und Philadelphia konnten die Flyers für sich entscheiden, obwohl es zunächst nicht nach einen Sieg für die Gäste schien, da die Hausherren durch Paul Laus'(5.sh) ersten Unterzahltreffer seiner Laufbahn in Führung gingen.
Den verdienten Ausgleich, keine fünf Minuten später, erzielte Simon Gagne(10./30.pp), ehe er mit seinem zweiten Tor des Abends im Mitteldrittel erstmalig die Flyers in Front brachte. Aus ihrer Feldüberlegenheit konnten die Gastgeber aber vorerst kein weiteres Kapital schlagen, da Goalie Roberto Luongo, der zum achten Mal in Folge im Kasten der Panthers stand, sämtliche Chancen vereitelte.
Einen schnellen Pass- und Kombinationsspiel in der gegnerischen Zone schloss Viktor Kozlov(44.pp) mit der Unterstützung von Rookie Kristian Huselius und 'Russian Rocket' Pavel Bure im Powerplay mustergültig ab. Im weiteren Verlauf des Spiels wollte auf keiner Seite mehr ein Treffer fallen, so dass die Overtime entscheiden musste. Nachdem Keith Primeau zu Beginn des Extradrittels erst den Pfosten getroffen hatte, versenkte schließlich John LeClair(65.) 43 Sekunden vor der Schlusssirene verdient den Puck im Netz der Panthers.

Phoenix - St. Louis 1-4 (0-1/0-2/1-1)
Wegen vieler undisziplinierten Aktionen, die den St. Louis Blues zehn Überzahlsituationen bescherten, kamen die Gäste aus Phoenix nie richtig ins Spiel und verloren folgerichtig verdient mit 1-4. Drei der vier Treffer fielen in nummerischer Überlegenheit: Scott Mellanby(37.pp) und Doug Weight(60.pp) schossen im zweiten bzw. dritten Abschnitt ihre Saisontore Nummer Eins bzw. Sechs.
Für die beiden übrigen Erfolgserlebnisse der Blues sorgte der ehemalige Coyote Keith Tkachuk(3.pp/31.) und ließ damit keinen Zweifel daran, dass die chancenlosen Gäste überhaupt nur einen Punkt aus St. Louis entführen könnten.
Nachdem Ladisliav Nagy(50.) in den letzen sieben Spielen wegen einer Knieverletzung pausieren musste, schaffte er eine erfolgreiche Rückkehr in den Kader, indem er den einzigen Treffer für Phoenix erzielen konnte. Zudem erwies sich der 22-jährige Slowake als eifrigster Schütze, denn insgesamt schoss er vier Mal auf das gegnerische Gehäuse, das zum zweiten Mal hintereinander von Frad Bratwaite gehütet wurde.

Colorado - Calgary 0-2 (0-0/0-1/0-1)
Bereits zum sechsten Mal hintereinander blieben die Titelverteidiger aus Colorado heute ohne Sieg. In diesem Zeitraum erzielten die Mann um Kapitän Joe Sakic lediglich vier Tore und blieben zum zweiten Mal in Folge und schon zum fünften Mal in dieser Saison ohne Torerfolg. Hierin liegt das Hauptmanko der Avs, denn die Abwehr steht im Ligavergleich gut da, obwohl die vor der Saison als Problemzone angesehen wurde.
An mangelnden Chancen liegt es auch nicht, denn Colorado kam in Calgary zu 36 Schüssen, die aber allesamt von Roman Turek gemeistert wurden und dieser so seinen dritten Shutout der Spielzeit feiern konnte. Sein Gegenüber Patrick Roy wartet seit sieben Partien auf den 200. Sieg in Trikot der Avs. Roy wurde bei 22 Paraden von Denis Gauthier(37.) und Jarome Iginla(57.) überwunden. Für Iginla war es der 14. Saisontreffer, er behält damit die Spitzenposition in der Scorerliste der NHL. Weiterhin hat der Stürmer in den letzten elf Spielen 23 Scorerpunkte verbuchen können.
Calgary ist in den letzten sechs Begegnungen ungeschlagen und führt die Tabelle der Northwest Division weiter an. Dabei haben die Mannen aus Alberta nun fast schon sensationell zwölf Punkte Vorsprung auf den Kontrahenten aus Denver.

Detroit - Los Angeles 2-3 OT (1-0/0-0/1-2/0-1)
Trotz einer Serie von acht Siegen in neun Auswärtsspielen und der besten Punkteausbeute der gesamten NHL waren die Detroit Red Wings nicht in der Lage die Los Angeles Kings, die sechs Niederlagen in den letzten sieben Partien einstecken mussten, zu besiegen.
Eine 'Teilschuld' daran hatte mit Sicherheit Zigmund Palffy(64.pp), der wegen Rückenproblemen fünf Begegnungen auslassen musste und in der vergangenen Nacht im heimischen Staples Center eine Rückkehr nach Maß feierte. Der 29-jährige Slowake bereitete nicht nur zusammen mit Neuzugang Jason Allison die zwischenzeitliche 2-1 Führung durch Adam Deadmarsh(51.) vor, sondern erzielte in Overtime den 3-2 Siegtreffer, als er seinen zweiten Alleingang des Abends erfolgreich abschließen konnte. Zuvor hatten im letzten Drittel Los Angeles Eric Belanger(44.) und Red Wing Chris Chelios(55.) getroffen, nachdem Igor Larionov(12.) die Gäste im ersten Abschnitt mit 1-0 bereits in Front gebracht hatte.
Vor der Partie wurde Detroits Luc Robitaille, der von 1986-2001 in Kalifornien sein Eishockey zum Besten gab, mit einem Video geehrt. Er hatte am 9. November gegen die Mighty Ducks of Anaheim sein 600stes Karrieretor geschossen und ist damit der fünfte aktive NHL-Spieler, der diese magische Grenze erreichen konnte.

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