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2001-11-09 

SPIELTAG 09.11.2001

Minnesota - Boston 5-3 (4-1/1-0/0-2)

Andrew Brunette (MIN) taucht gefährlich vor John Grahame (BOS) auf.
Die Boston Bruins können anstellen was sie wollen, gegen die Minnesota Wild schaffen sie es nicht zu gewinnen. Drei Mal waren beide Mannschaften bisher aufeinandergetroffen und keine der Partien konnten die Bruins für sich entscheiden.
Heute Nacht mussten sie mit 3-5 Toren eine ganz bittere Niederlage einstecken. Die überhart geführte Partie hatte ganz im Sinne der Hausherren begonnen: Nach 17 Sekunden brachte sie Sergei Samsonov(1.) mit 1-0 in Front, doch was dann folgte ließ die 12.235 Besucher im Fleet Center verwundert die Augen reiben. Die Hausherren machten weiterhin das Spiel, die Tore schossen aber die Wild. Mit ihren ersten sechs Torschüssen konnten sie durch Jim Dowd(5.pp), Filip Kuba(11.pp), Andrew Brunette(12.) sowie Sergei Zholtok(18.) gleich vier Mal Bostons Schlussmann John Grahame bezwingen und gingen mit einer 4-1 Führung in die erste Pause.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs kam es noch schlimmer für Boston: Erneut war es Andrew Brunette(23.pp) der eine Powerplaysituation zum 5-1 nutzte.
Anschließend stürmten nur noch die Gastgeber, die sich ein Torschussverhältnis von 56(!) zu 16 herausschossen. Während die Bruins Minnesotas Goalie Dwayne Roloson im Schlussabschnitt 22 Mal prüften, bekam Grahame keinen einzigen Puck auf sein Gehäuse.
Doch für die drückend überlegenen Bruins reichte es nur noch zur Ergebniskosmetik nach Toren von Per-Johan Axelsson(48.sh) und Sergei Samsonov(57.).

Atlanta - Buffalo 0-8 (0-1/0-2/0-5)
In der Verfassung in der sich momentan die Atlanta Thrashers befinden, werden sie noch lange das Tabellenende der Eastern Conference zieren. Sie mussten sich heute Nacht in der HSBC Arena von den Buffalo Sabres mit 8-0 geschlagen geben. Buffalos höchster 'Zu-Null Erfolg' seit 21 Jahren. In 1980 bezwangen sie einmal die Pittsburgh Penguins mit 9-0 Toren.
Den heutigen Torreigen eröffnete Eric Boulton(17.) mit seinem ersten Saisontreffer. Als dann zu Beginn des zweiten Durchgangs Miroslav Satan(21.) auf 2-0 erhöhte war der sowieso nur geringe Widerstand der Thrashers endgültig gebrochen. J.P. Dumont(33.) noch vor der Pause und Curtis Brown(41.pp/53.), Stu Barnes(42.), Chris Gratton(46.) sowie Maxim Afinogenov(54.) machten das Schützenfest der Hausherren perfekt.
Buffalos Torhüter Martin Biron hatte bei den 16 meist harmlosen Torschüssen der Gäste keine Mühe seinen Kasten zum ersten Mal in dieser Saison sauber zu halten.

N.Y. Rangers - N.Y. Islanders 6-2 (3-1/1-1/2-0)
Zuhause noch ungeschlagen und als Favorit starteten die New York Islanders in ihr stadtinternes Duell gegen die New York Rangers. Doch die Erzrivalen aus Manhattan erwiesen sich heute Nacht als Stolperstein und gewannen das Derby mit 6-2 Toren.
Zunächst lief alles nach Plan für die Hausherren: Alexei Yashin(3.) schoss sie früh mit 1-0 in Front. Eine unachtsame Minute der Islanders nach knapp zehn Spielminuten nutzten Theoren Fleury(10.), Brian Leetch(10.) sowie Sandy McCarthy(11.) zu drei Toren innerhalb von 65 Sekunden. Nach der 3-1 Führung für die 'Blueshirts' wurde die Partie ruppiger: Gleich fünf Spieler lieferten sich Boxeinlagen. Auslöser war eine unschöne Stock-Attacke von Eric Cairns an McCarthy.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs schöpften die Islanders noch einmal Hoffnung als Mark Parrish(24.pp) eine nummerische Überlegenheit mit dem Treffer zum 2-3 abschloss. Nur vier Minuten später standen die Gäste mit einem Mann mehr auf dem Eis und Radek Dvorak(28.pp) nutzte das Powerplay um wieder den alten 2-Tore Vorsprung herzustellen.
Für die Vorentscheidung zu Gunsten der Rangers sorgten im Schlussdrittel ihre beiden Center Mark Messier(45.) und Eric Lindros(54.).

Carolina - Washington 3-2 (0-0/0-2/3-0)
Dank einer furiosen Aufholjagd im Schlussdrittel konnten die Carolina Hurricanes beide Punkte aus dem MCI Center ihrer Divisionsrivalen, den Washington Capitals, entführen.
Nach einem torlosen ersten Spielabschnitt waren es Peter Bondra(27.) und Ulf Dahlen(34.pp) die eine bis zu diesem Zeitpunkt durchaus verdiente 2-0 Führung für die seit sechs Spielen sieglosen 'Caps' herausgeschossen hatten. Die Gäste agierten in den ersten zwei Dritteln fast schon ängstlich und konnten kaum Akzente setzen. Im Schlussdrittel sollte sich dies jedoch noch ändern.
Profitierend von einer Überzahlsituation läutete Sami Kapanen(45.pp/48.) die Spielwende ein. Innerhalb von drei Minuten konnte Kapanen Washingtons Goalie Olaf Kölzig gleich zwei Mal bezwingen und die Partie war wieder ausgeglichen.
Als Matchwinner für die Gäste zeichnete sich wieder einmal Jeff O'Neill(55.) aus. Nach seinem Schuss aus Höhe des linken Bullykreises fand der Puck den Weg durch die Schoner von Kölzig ins Tor.

Nashville - Montreal 1-3 (0-2/1-0/0-1)
Die Montreal Canadiens konnten sich nach ihrem schmeichelhaften 3-1 Heimsieg über die Nashville Predators hauptsächlich bei ihrem Schlussmann Jose Theodore bedanken, dass sie zwei Zähler ihrem Punktekonto hinzufügen konnten.
Bestimmt wurde das Spielgeschehen auf dem Eis des Molson Centre über weite Strecken von den Gästen aus Tennessee. Doch was ihnen fehlte war ein Torjäger. 32 zu 13 zu Gunsten der Predators lautete das Torschussverhältnis nach 60 Minuten, doch wieder einmal standen sie am Ende mit leeren Händen, sprich ohne Punkte, da.
Brian Savage(5.) und Oleg Petrov(10.) hatten die Frankokanadier mit 2-0 in Front gebracht. Anschließend war es aber auch schon mit der Herrlichkeit der Hausherren vorbei. Es folgte ein Fehlpass nach dem anderen, Zweikämpfe wurden verloren und die Predators übernahmen das Ruder. So war Greg Johnsons(23.) Anschlusstor zu Beginn des zweiten Drittels vollauf verdient. Nashville machte weiter Druck, der Ausgleich sollte ihnen aber nicht mehr gelingen und schließlich nutzte Andreas Dackell(55.) einen der wenigen Entlastungsangriffe der Canadiens um den 3-1 Endstand herzustellen.

Colorado - Ottawa 0-1 (0-0/0-0/0-1)

Chris Phillips und Martin Havlat (beide OTT) holen Stephane Yelle (COL) von den Beinen.
Wenn nicht gerade Brian Willsie trifft, dann bleiben die Colorado Avalanche eben ohne Tor. So wie heute Nacht als sie sich den Ottawa Senators mit 0-1 geschlagen geben mussten. Held des Abends im Corel Centre war Senators Schlussmann Patrick Lalime, der mit 21 Saves seinen zweiten Shutout in Folge feiern konnte und mittlerweile seit über 130 Minuten ohne Gegentreffer ist.
Nachdem die Hausherren während ihrer Drangperiode in den ersten 20 Spielminuten, als sie die Avalanche in deren Verteidigungsdrittel drängten und ein Torschussverhältnis von 14 zu 2 herausschossen, ohne zählbaren Erfolg geblieben waren, sah es lange Zeit so aus, als würde die Partie torlos enden.
Doch knapp drei Spielminuten vor dem Ende, fand Martin Havlat(58.) der zuvor Shjon Podein aussteigen ließ, doch noch die Lücke und sicherte seinem Team den fünften doppelten Punktgewinn in Folge. "Das war das schönste Tor in meiner Karriere. Ich hatte den Puck, niemand griff mich an und zum ersten Mal in meiner NHL-Laufbahn konnte ich Patrick Roy bezwingen.", freute sich der Torschütze nach der Partie.

Philadelphia - Tampa Bay 2-1 (1-0/1-0/0-1)
Mit einem 2-1 Arbeitssieg holten sich die Philadelphia Flyers beide Punkte aus dem Ice Palace von Tampa. Die Gäste waren das von der Spielanlage her deutlich bessere Team. Geduldig warteten sie auf ihre Torgelegenheiten. Ruslan Fedotenko(13.) und Tomas Divisek(31.), in seinem erst vierten NHL-Spiel, nutzten zwei davon zur 2-0 Führung bis zur zweiten Pause.
Im Schlussdrittel konnten die Lightning die Partie zwar etwas ausgeglichener gestalten, mehr als der Anschlusstreffer von Pavel Kubina(49.), es war sein erstes Saisontor, sprang dabei aber nicht heraus. Immerhin beendete er damit Tampas Torflaute von 134 Minuten.

Vancouver - St. Louis 1-3 (1-0/0-2/0-1)
Vancouvers Headcoach Marc Crawford haderte nach der 1-3 Niederlage seiner Canucks bei den Blues mit dem Schicksal. Nicht zum ersten Mal in dieser Spielzeit, gingen die Canucks mit 1-0 in Führung, heute Nacht durch Markus Naslunds(6.) achtem Saisontreffer, und standen am Ende mit leeren Händen da.
"Bei beiden Gegentreffern wurde der Puck einfach unglücklich abgefälscht." Crawford sprach von St. Louis' Toren durch Pavol Demitra(21.) und Al MacInnis(39.pp) im Mitteldrittel, welche die Blues zu diesem Zeitpunkt glücklich mit 2-1 in Front brachten.
Mit dem Vorsprung im Rücken kontrollierten die Hausherren das Spielgeschehen im letzten Drittel und Pavol Demitra(60.en) sorgte mit einem 'Empty Net Goal' in der Schlussminute dafür, dass der Sieg wirklich nicht mehr in Gefahr geriet.

Calgary - Los Angeles 3-2 (1-1/2-1/0-0)

Jarome Iginla (CAL) war auch von Mattias Norstrom (LOS) nicht zu stoppen.
Die Calgary Flames, zur Zeit auf Auswärtstour in Kalifornien, konnten heute Nacht ihren bereits elften Saisonsieg feiern und wieder einmal war es Jarome Iginla(19./30.), er konnte in den letzten zehn Partien der Flames jeweils punkten, der die Westkanadier auf die Siegerstraße führte. Mit seinen Saisontreffern zwölf und dreizehn schoss er die Gäste 2-1 in Front. Craig Johnson(16.) hatte zuvor für die Kings getroffen, die von ihren letzten sieben Spielen nur eines, das gegen Atlanta, für sich entscheiden konnten.
Nur 23 Sekunden nach Iginlas zweitem Paukenschlag gelang es Denis Gauthier(30.) Kings Schlussmann Felix Potvin zum letztendlich vorentscheidenden 3-1 zu bezwingen. Für die insgesamt enttäuschend auftretenden Hausherren reichte es nur noch zum Anschlusstreffer durch Randy Robitaille(40.pp).
Die Gäste verteidigten im letzten Drittel mit viel Geschick ihren knappen, aber verdienten Vorsprung.

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