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SPIELTAG 04.11.2001
Boston - New Jersey 2-1 (1-0/1-0/0-1)
Die Bruins konnten ihre Serie von vier sieglosen Spielen beenden, während die Devils nach sechs aufeinanderfolgenden Erfolgen wieder eine Niederlage einstecken mussten. Obwohl der letztjährige Stanley-Cup-Finalist das Heimrecht genoss, agierte New Jersey nie wie ein Hausherr. Die Spieler blieben in ihren Aktionen zu vorsichtig, fanden kein geeignetes Mittel, die gut in der Defensive stehenden Mannen aus Boston ernsthaft in Verlegenheit zu bringen und leisteten sich zudem dumme Strafzeiten.
Zwei davon nutzten die Gäste durch Martin Lapointe(6.pp) und Joe Thornton(23.pp), als sich Colin White bzw. Bobby Holik in der Kühlbox befanden. Der Torschütze zum Anschlusstreffer war Patrick Elias(44.) zu Beginn des letzten Abschnitts, der damit Byron Dafoes zweiten Shutout der Saison erfolgreich verhinderte. Der 25-jährige Tscheche erzielte bereits sieben Tore und sieben Assists in den bisherigen sechs Heimspielen der Devils, kann damit aber nicht die erneut schlechte Verfassung der Powerplay-Reihen kaschieren. Trotz sechs Überzahlsituationen sprang kein zählbarer Erfolg für die Devils heraus.
Atlanta - Los Angeles 1-4 (0-2/1-0/0-2)
Fast 22 Minuten benötigten die Atlanta Thrashers in ihrer Auswärtsbegegnung gegen die Los Angeles Kings, ehe sie den ersten Schuss auf das von Felix Potvin gehütete Gehäuse abgaben. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Kings Thrashers Schlussmann Milan Hnilicka bereits 17 Mal geprüft und lagen durch Treffer von Randy Robitaille(15.) und Steve Heinze(20.pp), der bei einer Fünf gegen Drei Überzahlsituation traf, verdient mit 2-0 in Führung.
Im Mitteldrittel kamen die Gäste aus der Olympiastadt von 1996 durch Kampf besser ins Spiel und erarbeiteten sich in der Offensive die ein oder andere Chance. Hnat Domenichelli(35.) schaffte es schließlich sogar den Spielstand zu verkürzen.
Doch die Kings, die ohne die verletzten Ziggy Palffy, Nelson Emerson und Aaron Miller angetreten waren, ließen nichts mehr anbrennen und kamen wieder konzentrierter aus der Kabine. Eric Belanger(42./60.en) sorgte mit zwei Treffern im Schlussabschnitt für die Entscheidung und beendete somit die Negativserie der Kings von fünf Niederlagen in Folge.
Colorado - Toronto 1-4 (0-0/1-1/0-3)
Nach einem umkämpften und zerfahrenen ersten Drittel, in dem beide Teams kaum Akzente setzen konnten, begann der zweite Abschnitt furios. Robert Reichel(21.) brachte die heimischen Maple Leafs mit einem Bauerntrick nach 31 Sekunden mit 1-0 in Front. Kurz darauf folgte ein Pfostenschuss von Jonas Hoglund, der fast das 2-0 gebracht hätte. Doch im Gegenzug schaffte Colorado durch Pascal Trepanier(22.) mit einem Schuss aus zentraler Position den Ausgleich. Nur Sekunden später war wieder Metall und Glück für die Avs im Spiel, als Torontos Alexander Mogilny abzog. Die Gäste wollten in Nichts nachstehen und hatten im Verlauf der zweiten 20 Minuten ebenfalls noch zwei Pfostentreffer.
Die Partie war lange Zeit offen, weil beide Mannschaften ansonsten in der Offensive zu wenig Druck entfachten. Alexander Mogilny(48.) sorgte schließlich Mitte des Schlussabschnitts für das vorentscheidende 2-1 der Hausherren, als er den Puck in der neutralen Zone aufnahm, Martin Skoula vernaschte und unhaltbar für Avs Goalie David Aebischer unter der Latte einnetzte. Colorado versuchte zwar in Ansätzen zum erneuten Remis zu kommen, vieles blieb aber Stückwerk und war von Curtis Joseph leicht zu meistern. Es läuft zur Zeit nicht rund beim Titelverteidiger.
Den endgültigen K.O. versetzte Darcy Tucker(60.en) mit dem 3-1, als Aebischer zugunsten eines weiteren Feldspielers auf der Bank saß. Mats Sundin(60.) konnte fünf Sekunden vor der Sirene den Schweizer Torhüter mit einem Schuss nochmals überwinden. Colorado hat die letzten drei Spiele in Folge verloren und befindet sich ohne Zweifel in einer Krise.
Buffalo - Ottawa 0-3 (0-1/0-1/0-1)
Die Ottawa Senators konnten heute Nacht ihren vierten doppelten Punktgewinn in Folge verbuchen und besiegten die Buffalo Sabres mit 3-0. Patrick Lalime im Tor der Gastgeber feierte den 14ten Shutout seiner Karriere und hatte seine größte Bewährungsprobe im zweiten Drittel, als er beim Stand von 1-0 einen Penalty von Miroslav Satan meisterte.
Martin Havlat(7.) hatte zu Beginn für den ersten Treffer der Senators gesorgt. Andre Roy(38.) hatte dabei noch die Vorarbeit geleistet, trug sich aber zum Ende des zweiten Durchganges mit dem 2-0 selbst in die Torschützenliste ein. Eine lange Videostudie der Referees war erforderlich, ehe der Treffer gegeben wurde. Roy hatte unmittelbar am Torkreis stehend den Puck mit dem Schlittschuh ins Gehäuse abgefälscht und die Schiedsrichter entschieden ohne eine Kickbewegung.
Im Schlussabschnitt überwand noch Ottawas Todd White(51.) Martin Biron im Tor der Sabres auf der Stockseite mit einem Handgelenkschuss zum vedienten Endstand für die Kanadier.
N.Y. Islanders - Philadelphia 2-1 (0-1/2-0/0-0)
Die New York Islanders sind in dieser Saison absolut konkurrenzfähig. Erneut stellten sie diese Aussage durch den Erfolg beim Titelaspiranten Philadelphia unter Beweis. Die Islanders zeigten sich gut erholt von ihrer ersten Saisonniederlage nach regulärer Spielzeit gegen die Detroit Red Wings am Freitag und kamen zu einen verdienten Sieg.
Bei den Flyers merkte man deutlich das Fehlen von Eric Desjardins und Eric Weinrich in der Defensive. Brian Boucher hatte alle Hände voll zu tun, die Angriffe der Islanders zunichte zu machen. Trotzdem starteten die Flyers besser ins Spiel, denn Mark Recchi(3.) brachte seine Farben früh in Führung. Die Gäste ließen sich davon nicht abschreckten und spielten ihr Spiel. Es dauerte aber bis zur 30. Minute, ehe Mark Parrish(30.) für den Gleichstand sorgte. Dave Scatchard(37.) konnte schließlich noch vor der zweiten Drittelsirene für das 2-1 der New Yorker sorgen.
Diesen Rückstand musste Philadelphia nun hinterher laufen und er erwies sich als zu große Hypothek. Spannend wurde es noch einmal knapp drei Minuten vor dem Ende, als die Islanders nach zwei Strafzeiten plötzlich für 100 Sekunden zwei Mann weniger auf dem Eis hatten. Doch Chris Osgood erwies sich wieder als souveräner Schlussmann und wehrte mit Glück und Geschick die Chancen der Hausherren ab.
Montreal - Calgary 2-6 (0-1/2-0/0-5)
Die Calgary Flames erwiesen sich auch in der Partie gegen den kanadischen Rivalen aus Montreal als würdiger Tabellenführer der Northwest Division. Durch ein furioses Schlussdrittel mit fünf Toren bogen die Mannen aus Alberta die Begegnung, die nach 40 Minuten durch Treffer von Dean McAmmond(5.) auf Seiten der Flames, sowie Andreas Dackell(23.) und Richard Zednik(24.) auf Seiten der Canadiens 2-1 für die Gäste stand, noch um.
Jarome Iginla(42.) gab mit seinem neunten Saisontreffer den Startschuss zur Aufholjagd und Ron Petrovicky(44.) schoss die Flames mit seinem ersten Erfolgserlebnis in dieser Spielzeit zum zweiten Mal in Front. Gerade als die Canadiens eine Fünf gegen Drei Überzahl ungenutzt ließen und Flames Kapitän Dave Lowry(53.sh) als vierter Mann von der Strafbank kam, wurde er mustergültig bedient und ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen auf 4-2 zu erhöhen. Ron Petrovicky(59.pp) mit seinem zweiten Treffer des Abend und Craig Berube(60.pp) stellten schließlich zweimal in nummerischer Überlegenheit den Endstand her.
N.Y. Rangers - Florida 5-3 (1-1/1-2/3-0)
Einen schwer erkämpften, aber letztendlich verdienten 5-3 Erfolg feierten die New York Rangers in Florida. Mit drei Toren im Schlussabschnitt drehten die Rangers, ein Spiel mit wechselnden Vorzeichen. Theoren Fleury(3.) sorgte früh für das 1-0 der Gäste, während der 23-jährige Marcus Nilson(16.) mit seinem ersten Saisontreffer wieder ausgleichen konnte.
Nach der Drittelpause fielen drei Tore bei nummerischer Überlegenheit von Florida. Pavel Bure(26.pp/34.pp) erzielte das 2-1 bzw. 3-2 für die Gastgeber bei Überzahl der Panthers, genauso wie Eric Lindros(33.sh), der während der selben Strafzeit wie bei Bures zweiten Tor kurz zuvor das 2-2 markieren konnte.
Anschließend verflachte die Begegnung etwas. Erst Radek Dvorak(54.) riss die 18.238 Zuschauer in National Rental Car Center sechs Minuten vor dem Ende aus ihren Träumen von einem Heimsieg. Als Mike York(57.) noch einen darauf setzen konnte, war die Partie entschieden und fand mit dem Schuss von Andreas Johansson(60.en) ins leere Gehäuse der Panthers den Schlusspunkt.
Tampa Bay - Pittsburgh 1-2 OT (0-1/1-0/0-0/0-1)
Eine unterhaltsame Partie lieferten sich in der vergangenen Nacht die beiden Teams aus Pittsburgh und Tampa Bay, nur das Tore schießen wollte nicht so richtig gelingen. Lediglich je ein Treffer fiel in den ersten zwei Dritteln, wobei sich die Goalies nicht unbedingt um Arbeit beschweren mussten, denn insgesamt parierte Nikolai Khabibulin 28 Schüsse, während Johan Hedberg 29 Mal Sieger blieb. Bezwungen wurde der Russe von Penguin Alexei Morozov(5.) bzw. der Schwede von Lightning Vincent Lecavalier(36.) im ersten bzw. zweiten Drittel.
Die vierte Niederlage in Folge für den Franchisenehmer aus Florida wurde erst in der Overtime besiegelt, als Bill Tibbetts(62.) von seinen Kollegen Kris Beech und Andrew Ference gut in Szene gesetzt wurde und den Puck im Gehäuse versenken konnte.
Die Gelb-Schwarzen müssen bereits seit fünf Partien auf ihre Leistungsträger Mario Lemieux, Martin Straka und Alexei Kovalev verzichten, konnten aber ohne die sogenannten Stars schon sechs Punkte in fünf Spielen einfahren.
Washington - St. Louis 1-4 (0-0/1-1/0-3)
Ohne die verletzungsbedingten Ausfälle von Spielmacher Adam Oates und Rechtsaußen Jaromir Jagr mussten die Capitals in der letzten Nacht in St.Louis antreten. Nachdem sich die beiden Teams im ersten Drittel sehr mit Aktionen zurückgehalten hatten, legten sie im Mittelabschnitt einen Gang zu und die Partie gewann zusehends an Qualität und Unterhaltungswert.
Im zweiten Abschnitt fiel je ein Tor auf jeder Seite: Für Washington erzielte Peter Bondra(30.pp) sein siebtes Powerplaytor und Al MacInnis(34.pp) schoss vier Minuten später den zwischenzeitlichen Ausgleich ebenfalls in nummerischer Überlegenheit. Ansonsten behielt Heimgoalie Brent Johnson eine weiße Weste, denn alle weiteren Chancen der Hauptstädter konnte der 24-jährige US-Amerikaner vereiteln.
Ganz anders der deutsche Nationaltorhüter Olaf Kölzig, der im letzten Drittel noch drei Mal hinter sich greifen musste und zwei Mal keine gute Figur machte. Zunächst stellte Pavol Demitra(49.) die erstmalige Führung für die Hausherren her, ehe Doug Weight(51.) 83 Sekunden später den Vorsprung auf zwei Tore ausbauen konnte. Bluesstürmer Keith Tkachuk(58.) setzte den Schlusspunkt und besiegelte damit die fünfte Niederlage der Capitals innerhalb der letzten sechs Begegnungen zwischen den beiden Topteams.
Dallas - Nashville 1-4 (1-0/0-2/0-2)
Die 16.521 Zuschauer im Gaylord Entertainment Center zu Nashville kamen in der letzten Nacht voll auf ihre Kosten. Ein rasantes Spiel mit vielen Torchancen, schönen Treffern, sowie spektakulären Paraden beider Goalies durften die Besucher bestaunen.
Am Ende hatten die 'Säbelzahntiger' die Schnautze vorn und die Feldspieler wussten, bei wem sie sich zu bedanken hatten. Deren Torhüter, Mike Dunham, wurde von all seinen Kollegen zu seiner grandiosen Vorstellung beglückwünscht, denn trotz 40 Schüssen der Stars, ließ der 29-jährige US-Amerikaner nur einen Gegentreffer zu. Lediglich Joe Nieuwendyk(19.) bezwang den Ausnahmegoalie, als er im ersten Drittel den Rebound nach Brendan Morrows Schuss erfolgreich verwerten konnte.
In den Folgezeit waren die Gäste bemüht ihre Führung auszubauen, wobei die Hausherren ihnen nur um wenig nachstanden. Im Gegensatz zum Stanley-Cup-Sieger von 1999 konnten die Hausherren die Hartgummischeibe jedoch im gegnerischen Gehäuse, das von Ed Belfour gehütet wurde, unterbringen.
Je zwei Mal pro Abschnitt gab es ein Erfolgserlebnis für die Predators: Im Mittelabschnitt trafen Vitali Yachmenev(34.pp) und Denis Arkhipov(40.), während sich Tom Fitzgerald(46.) und Scott Walker(59.en) im letzten Drittel in die Scorerlisten eintragen durften.
Vancouver - San Jose 1-5 (1-1/0-0/0-4)
Den vierten Sieg in Folge landeten die San Jose Sharks am vergangenen Abend, als die Vancouver Canucks zu Gast in der San Jose Arena waren. Mit zwei sehr unterhaltsamen Dritteln begann die Partie, in der es lediglich an Toren mangelte. Die einzigen Ausnahmen machten Matt Cooke(4.), der die Gäste zunächst in Front brachte, und Owen Nolan(17.), der den zwischenzeitlichen Ausgleich wieder herstellte.
Die plötzliche Vorentscheidung für die Hausherren fiel in der vierten Spielminute des letzten Abschnitts. Nachdem Jeff Jillson(44.pp) im Powerplay getroffen hatte, erhöhte Scott Thornton(44.) neun Sekunden später auf 3-1. Das 4-1 besorgte Marco Sturm(44.pp) 28 Sekunden danach, als Donald Brashear wegen eines Crosschecks auf der Strafbank saß.
Die drei Sharks verbesserten mit diesen drei Treffern innerhalb von 36 Sekunden, die alte Bestmarke des Franchisenehmers von Sergei Makarov, Ray Whitney und Gaetan Duchesne, die am 29. März 1994 gegen die Winnipeg Jets drei Tore innerhalb von 38 Sekunden schossen.
Zu guter letzt versenkte San Joses Mark Smith(57.) den Puck im gegnerischen Gehäuse zum 5-1 Endstand, indem er einen präzisen Pass von Brad Stuart direkt abnahm und den Puck ins Netz befördern konnte.
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