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SPIELTAG 28.10.2001
Colorado - Phoenix 0-1 (0-0/0-0/0-1)
Die Colorado Avalanche kommt nicht in Schwung. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge boten die Mannen aus Denver eine erneut schwache Vorstellung und mussten sich den Phoenix Coyotes mit 0-1 geschlagen geben. Auch diesmal war es die Offensive der Avs, die zu wenig aus ihren Chancen machte und blieb in dieser Saison zum zweiten Mal nach dem 0-4 in Vancouver ohne Treffer.
Coyotes Goalie Sean Burke feierte mit 29 Saves den 27ten Shutout seiner Karriere. Sein Gegenüber Patrick Roy meistere 21 Schüsse der Gastgeber, musste sich jedoch einmal entscheidend geschlagen geben. Rookie Krystofer Kolanos(44.) markierte mit seinem dritten Saisontor in der 44. Spielminute den einzigen Treffer des Nachmittags in Arizona. Pech hatten die Gäste aus Denver 56 Sekunden nach Beginn des letzten Abschnittes, als Greg DeVries bei einem Penalty nur den Pfosten traf.
Colorado vergab darüberhinaus sieben Powerplaymöglichkeiten und durfte sich nicht beschweren mit leeren Händen nach Hause zu fahren.
N.Y. Rangers - Boston 2-1 OT (0-0/1-0/0-1/1-0)
Drei Niederlagen hintereinander hatten die New York Rangers zuletzt einstecken müssen und hätten ohne einen Mike Richter im Gehäuse in der letzten Nacht erneut keinen Punkt gemacht. Der überragende Mann zwischen den Pfosten hielt 45 Schüsse der Bruins und wurde lediglich im letzten Abschnitt zum 1-1 Ausgleich von Sergei Samsonov(56.pp) bezwungen, als Richters Kollege Mark Messier wegen Behinderung auf der Strafbank saß. Zuvor hatte Ranger und Ex-Berner Andreas Johansson(24.) sein Team in Front gebracht. Die Entscheidung in der von den Hausherren dominierten Partie schaffte New Yorks Theo Fleury(65.) 25 Sekunden vor dem Ende der Overtime. Nachdem die Hausherren eine Drei gegen Eins Situation nicht nutzen konnten, starteten die Gäste mit einen Heber von Eric Lindros, der den Puck gekonnt zu Brian Leetch lupfte, die Gegenoffensive. Der Verteidiger versuchte die Hartgummischeibe kurz nach der blauen Linie im Tor zu versenken, traf dabei aber nur Brian Rolstons Schläger. Der Puck trudelte über die Torlinie, wobei Goalie Byron Dafoe keine glückliche Figur machte. Nach Meinung der Schiedsrichter war Fleury zuletzt am Puck, der nach der Schlusssirene dies aber verneinte.
Pittsburgh - Toronto 0-4 (0-2/0-0/0-2)
Mats Sundin(12./20.) legte mit zwei Toren, die ersten nach einer Dursststrecke von sechs Spielen, den Grundstein für den 4-0 Erfolg über die zuletzt gut in Form befindlichen Pittsburgh Penguins. Torhüter Curtis Joseph machte seinen zweiten Shutout in Folge perfekt, in dem er alle 23 Schüsse der Pens Offensive hielt. Joseph hatte bei der 1-2 Niederlage der Maple Leafs in Boston nicht gespielt.
Der Sturm der Gäste zeigte sich über weite Strecken viel zu harmlos und wurde durch den Ausfall von Star Mario Lemieux zusätzlich geschwächt. Der 36-jährige Kapitän der Pens musste mit einer Hüftverletzung die Partie nach dem ersten Drittel vorzeitig beenden. Nach einem torlosen zweiten Durchgang, war es Gary Roberts(50.), der unmittelbar nach dem Ende einer Strafzeit für Leaf Jan Hrdina, einen Pass von Robert Reichel aufnahm und mit einem Rückhandschuss unter die Latte zum 3-0 abschloss. Darcy Tucker(60.) setzte in der Schlussminute auf Vorarbeit von Sundin noch den Schlusspunkt.
Johan Hedberg im Tor der Penguins wehrte 21 Schüsse ab, ließ das 1-0 von Sundin aber unglücklich durch die Schoner rutschen. Jonas Hoglund verbuchte zwei Assists, als er beide Treffer von seinem Kapitän vorbereitete.
Philadelphia - Montreal 5-1 (2-0/1-1/2-0)
Gut erholt von der 2-7 Schlappe am letzten Donnerstag zu Hause gegen die Ottawa Senators zeigten sich die Philadelphia Flyers in Montreal. Mit vier Reihen agierend wurde deutlich, dass die Flyers über einen Kader mit Potenzial verfügen. So trugen sich heute fünf verschiedene Spieler in die Torschützenliste ein.
Der für die verletzten Goalies Jeff Hackett und Jose Theodore spielende Mathieu Garon konnte einem im Gehäuse der Canadiens fast schon leid tun. Er meisterte zwar 30 Schüsse, musste aber trotzdem fünf Mal passen. Angesichts des Feuerwerks der Gäste im ersten Drittel wurde Garon schnell warm. Es dauerte jedoch keine 74 Sekunden, da hatte Kim Johnsson(2.) die 1-0 Führung erzielt. Jan Hlavac(6.) legte kurz darauf nach. Das 3-0 im Mittelabschnitt durch Mark Recchi(24.) besiegelte schon fast die vierte Niederlage der Habs in den letzten fünf Spielen.
Doch Yanic Perreault(25.) schaffte mit seinem Anschlusstreffer noch einmal für Hoffnung unter den 19.710 Zuschauern im Molson Center. Die Flyers aber präsentierten sich gefestigt und ließen hinten, auch Dank Torhüter Brian Boucher, der insgesamt 27 Saves verbuchte, nichts mehr zu. Vorne machten Ruslan Fedotenko(46.) und der Ex-Kölner Marty Murray(59.) indes alles klar.
Die Begegnung war sehr fair, denn in den letzten 40 Minuten mussten die Schiedsrichter keine einzige Strafe mehr aussprechen.
St. Louis - Ottawa 1-4 (0-1/0-0/1-3)
Stets einen Tick schneller präsentierten sich die Ottawa Senators im heutigen Spiel und konnten den ersten Heimsieg der Saison im Corel Center gegen die zuletzt vier Mal in Folge auswärts ungeschlagenen St. Louis Blues feiern.
Die Gäste begannen gut und waren in den ersten fünf Minuten optisch überlegen, doch in der Folgezeit dominierte nur noch der Gegner die Begegnung. Folgerichtig brachte Magnus Arvedson(13.) die Senators in Führung. Nach einem Mittelabschnitt ohne Torerfolg, in dem die Hausherren ihre Führung aber schon ausbauen hätten können, doch immer wieder an Blues Torhüter Fred Brathwaite scheiterten, komplettierte der Schwede Daniel Alfredsson(46./52./60.en) im Schlussdrittel einen Hattrick. Es war der Dritte seiner Karriere. Kurz vor dem vierten Treffer der Sens hatte Blues Mike Eastwood(59.) auf 1-3 verkürzen können und den verdienten Shutout von Jani Hurme im Gehäuse von Ottawa vereitelt.
Wirkungslos bei St. Louis blieb auch das Stürmerduo Doug Weight und Pavol Demitra, die beide zuvor die letzten neun Spielen in Folge gepunktet hatten und diesmal nur jeweils einen Schuss abfeuern konnten. Ansonsten waren sie bei der Senators Defensive gut aufgehoben.
Tampa Bay - Atlanta 3-4 (1-3/1-0/1-1)
14.569 Zuschauer hatten sich in der vergangenen Nacht in der Philips Arena zu Atlanta eingefunden, um die Partie der Thrashers gegen die Lightning aus Tampa Bay zu sehen. Da sich die beiden Mannschaften normalerweise eher in den unteren Gefilden der Liga befinden, konnte man kein hochklassiges Spitzenspiel erwarten.
Vielleicht gerade deshalb entwickelte sich eine spannende Begegnung, in der die Gastgeber durch Hnat Domenichelli(2.) bereits in der zweiten Minute in Führung gingen. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich sorgte Ben Clymer(13.pp) fast zwölf Minuten später, ehe Jiri Slegr(15.) und Ilja Kovalchuk(17.) die Hausherren erneut in Front bringen konnten. Goalie Nikolai Khabibulin präsentierte im ersten Drittel keine überzeugende Leistung und sah bei zwei Gegentreffern nicht gut aus, so dass er zu Beginn des Mittelabschnitts durch Kevin Weekes ersetzt wurde.
Im weiteren Verlauf der Partie schafften die Gastgeber prompt den Ausgleich, indem hinten der Kasten sauber blieb und vorne Vaclav Prospal(25.pp/51.) zwei Mal einlochen konnte. Sein Team auf die Siegerstraße brachte Atlantas Tony Hrkac(55.) fünf Minuten vor dem Ende, nachdem sein Kollege Shean Donovan den Puck hinter dem gegnerischen Gehäuse Weekes stahl und diesen vor das Tor zum erfolgreichen Schützen passte.
Buffalo - New Jersey 1-3 (0-1/1-0/0-2)
Nachdem die New Jersey Devils mit vier Niederlagen in Folge in die neue Saison gestartet waren, konnte der letztjährige Stanley Cup Finalist in der vergangenen Nacht den vierten Sieg hintereinander feiern. Zu Gast waren die Buffalo Sabres in East Rutherford, die seit Jahren bekannt sind für ihr defensives Eishockey, gepaart mit vier ausgeglichenen Reihen, die sowohl das Tore schießen, als auch das Tore verhindern in der Regel gut beherrschen.
Die Gastgeber kamen während der gesamten Partie nie richtig mit der Taktik der Gäste zurecht und feuerten lediglich elf Mal auf das gegnerische Gehäuse, das von Bob Essensa gehütet wurde. Da die Devils den letzten Platz in der Überzahlstatistik belegen, ist es als faustdicke 'Überraschung' zu werten, dass sie zwei Mal im Powerplay den unglücklichen Goalie überwinden konnten: Zunächst traf Jason Arnott(13.pp), später lochte Petr Sykora(57.pp) zur 2-1 Führung ein. Im zweiten Abschnitt setzte sich Jean-Pierre Dumont(22.) gegen Martin Brodeur durch, indem der 23-jährige Rechtsaußen einen Konter mustgültig abschloss.
Den Schlusspunkt hinter die wenig attraktive Partie setzte Bobby Holik(60.en) mit seinem 501. Karrierepunkt, als er den Puck im verwaisten Kasten versenkte.
Detroit - Nashville 1-0 (0-0/1-0/0-0)
17.113 Zuschauer verfolgten in der letzten Nacht eine Partie, in der vor allem die Torhüter oftmals im Vordergrund standen. Detroits Manny Legace parierte 15 Schüsse und verdiente sich damit seinen ersten Shutout in dieser Saison. Am Ende des Mittelabschnitts war er jedoch in einer Kollision zwischen Fredrik Olausson und Kimmo Timonen verwickelt, die beide den Torhüter unter sich begraben. Legace verletzte sich dabei am Nacken, so dass Dominik Hasek für den Rest des Spiels den Kasten der Red Wings hüten sollte und dies perfekt erledigte.
Sein Gegenüber Mike Dunham wurde insgesamt 33 Mal geprüft und musste lediglich einen Schuss von Steve Duchesne(23.) passieren lassen. Ansonsten zeigte Dunham wie gewohnt eine sehr gute Leistung und unterstrich damit die Tatsache, dass er zu den Besten seiner Gilde gehört. Der Sieg in Nashville war bereits der neunte Saisonerfolg der Red Wings, wobei die Rotweißen außerhalb von Detroit mit vier doppelten Punktgewinnen noch ungeschlagen sind.
Minnesota - Calgary 2-4 (0-1/1-1/1-2)
Die Calgary Flames fahren weiter in der Erfolgsspur. Wer hätte das gedacht, dass die Kanadier nach 12 Spielen punktgleich mit Detroit die Western Conference anführen? Außerdem steht Flames Stürmer Jarome Iginla(28.pp), der heute Morgen ein weiteres Tor erzielte und eines vorbereitete, an der Spitze der Scorerliste der NHL und Torhüter Roman Turek mit acht Siegen an Platz 1 unter den NHL-Goalies.
Angesichts dieser Tatsachen ist es enttäuschend, dass trotz Wochenende nur 14.088 Zuschauer den Weg in den Saddledome fanden. Diese bekamen ihre Flames aber so zu sehen, wie zuletzt. Gegen die defensiv agierenden Gäste fanden sie mit druckvollem Spiel Wege Richtung Tor. Clarke Wilm(13.) brachte die Hausherren mit 1-0 in Front. Wild Marian Gaborik(23.pp) konnte zwar zu Beginn des zweiten Drittels in Überzahl ausgleichen, doch Calgary nicht schocken. Iginla schlug in der 28. Minute selbst zurück und legte das 3-1 von Craig Conroy(43.) zum Auftakt der letzten 20 Minuten auf. Matt Johnson(44.) konnte zwar nur 21 Sekunden später wieder auf ein Tor verkürzen, doch es kam nie das Gefühl auf, die Flames würden diese Partie noch aus den Händen geben. Chris Clarke(52.), der ebenso wie Wilm und Johnson seinen ersten Saisontreffer markierte, verleihte schließlich dieser Auffassung mit dem 4-2 noch Nachdruck.
Vancouver - Edmonton 2-3 (0-0/2-1/0-2)
Das kanadische Duell zwischen den Edmonton Oilers und den Vancouver Canucks entpuppte sich wie so oft, wenn zwei Mannschaften aus dem Mutterland des Eishockeys aufeinandertreffen, als ein Spiel mit viel Einsatz und Härte. Die erste überharte, von den Schiedsrichtern geahntete Aktion von Donald Brashear, bescherte den Mannen aus Alberta schließlich das 1-0. Erfolgreicher Schütze war der deutsche Nationalspieler und Neu-Oiler Jochen Hecht(26.pp) mit seinem vierten Saisontor.
Die Antwort folgte knapp fünf Minuten später, als sich die Canucks erneut in Unterzahl befanden, aber diese durch Trent Klatt(31.sh) zu ihren Gunsten nutzen konnten. Die erstmalige Führung für Vancouver gelang Brendan Morrison(37.), der Goalie Tommy Salo, nach guter Vorarbeit von Ed Jovanovski und Markus Naslund, keine Chance ließ.
In den bisherigen Partien der Oilers, konnten die Spieler aus Edmonton bereits 19 Treffer in den letzten Durchgängen erzielen und bewiesen in der vergangenen Nacht erneut ihre Torgefährlichkeit. Das Ruder herumreißen konnten Todd Marchant(41.), sowie Anson Carter(57.pp) und sicherten damit ihrer Franchise den letzendlich verdienten 3-2 Erfolg.
Columbus - San Jose 0-2 (0-1/0-1/0-0)
Nachdem die San Jose Sharks drei Auswärtsniederlagen in Folge einstecken mussten, konnten sie in der letzten Nacht zu Hause wieder einmal doppelt punkten. Vor 17.496 Zuschauer nutzten Marcus Ragnarsson(10.pp) und Jeff Jillson(38.pp) zwei von vier Powerplays, jeweils zu ihren ersten Saisontoren und bescherten damit den treuen Besuchern die einzigen Höhepunkte der ansonsten müden Partie.
San Joses Goalie Evgeni Nabokov, der seinen zweiten Shutout der laufenden Spielzeit erreichte, wurde von den Blue Jackets nur 16 Mal geprüft. Verdienterweise kassierten die Gäste aus St. John ihre vierte Niederlage hintereinander, denn viel zu passiv agierten die Mannen des jungen Franchiseunternehmens. Zudem zeigten sie eklatante Schwächen, sowohl im Unterzahl-, als auch im Überzahlspiel. Trotz fünf nummerischer Überlegenheiten konnten sie weder die Feldspieler der Sharks, noch Nabokov ernsthaft in Verlegenheit bringen.
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