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2001-10-14 

SPIELTAG 14.10.2001

St. Louis - Toronto 5-2 (2-0/3-2/0-0)
Die St. Louis Blues kamen vor 19.130 Zuschauer im ausverkauften Air Canada Centre von Toronto zu ihrem ersten Saisonsieg. Nach einer Niederlage und zwei Unentschieden zuvor starteten die Gäste furios und bezwangen Leafs Torhüter Curtis Joseph innerhalb der ersten zwei Drittel mit 13 Schüssen fünf Mal. Der Schlussmann der Kanadier hatte nicht seinen besten Tag erwischt und machte vor allem bei den ersten beiden Gegentreffern von Keith Tkachuk(6.) und Sergei Varlamov(9.) keine gute Figur. So schafften es die Blues trotz bescheidenen drei Schüssen auf Josephs Gehäuse die erste Periode mit einer 2-0 Führung zu beenden.
Im Mittelabschnitt hatte St. Louis schließlich mehr vom Spiel und die Maple Leafs brauchten sich nicht zu beschweren, dass weitere Treffer fielen. Zunächst markierte Neuzugang Doug Weight(29.pp) sein erstes Saisontor in Überzahl und dann packte Pavol Demitra(34.) ein weiteres drauf. Toronto schöpfte wieder etwas Hoffnung, nachdem Travis Green(36.pp) nur 97 Sekunden später Blues Goalie Fred Brathwaite zum ersten Mal überwinden konnte, aber knapp zwei Minuten später stellte Cory Stillman(37.) den alten Abstand wieder her. Maple Leaf Robert Reichel(39.) seinerseits verkürzte erneut, noch vor der der Drittelpause.
Die Hausherren hatten aber in den letzten 20 Minuten nichts mehr zuzusetzen. Im Gegenteil, die Blues waren einem weiteren Treffer näher und hatten keine Mühe den Sieg endgültig zu sichern.

New Jersey - Montreal 1-3 (1-0/0-0/0-3)
Nachdem die New Jersey Devils in den ersten beiden Begegnungen der Saison insgesamt 12 Treffer hinnehmen mussten, lag deren Augenmerk heute beim Gastspiel in Montreal auf der Defensive. Das Konzept ging die ersten 40 Minuten vollends auf und die Devils hielten ihren Kasten sauber. Nicht nur das, sondern Sergei Brylin(3.) hatte New Jersey früh im Spiel mit 1-0 in Front geschossen.
Doch innerhalb von 20 Sekunden im letzten Durchgang schlugen Martin Rucinsky(43.) bei einem Alleingang nach einem genialen Pass von Stephane Quintal und Yanic Perreault(43.) Devils Torhüter Martin Brodeur und drehten das Spiel zur Freude der 19.393 Zuschauer in Montreal. New Jersey lief von nun an den Rückstand hinterher, aber Jeff Hackett im Gehäuse der Canadiens zeigte sich stets auf dem Posten. Den Erfolg sicherte schließlich Andreas Dackell(60.en) der ins, zu Gunsten eines sechsten Feldspielers verlassene Devils Tor traf.
Für die Devils ist es mit drei Niederlagen der schlechteste Start seit ihrem Umzug 1982-83 von Colorado nach New Jersey, während die Canadiens mit vier Siegen und einem Remis überraschend den besten Auftakt seit 1981 hingelegt haben.

N.Y. Rangers - Ottawa 2-2 (0-1/0-1/2-0/0-0)
Nachdem die Ottawa Senators mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet waren, sind sie nun seit drei Partien ungeschlagen. In der letzten Nacht trennten sie sich im heimischen Corel Center von den New York Rangers mit 2-2.
Zunächst hatten die Gastgeber das Glück auf ihrer Seite, denn Shawn MacEachern(11.pp) und Daniel Alfredsson(38.) brachten die Sens in Führung, obwohl sie sich keineswegs als die dominierende Mannschaft präsentierten. Die zahlreichen Chancen der 'Blueshirts' vereitelte Goalie Patrick Lalime zunächst bravourös, bis in der 52. Minute Mike York(52.) die Vorarbeit von Eric Lindros und Theo Fleury erfolgreich abschließen konnte. Die Overtime machte Petr Nedved(56.), der den Puck von Zdeno Ciger kommend, glücklich ins Gehäuse abfälschte, möglich.
Lalimes Großtat, 49 Sekunden vor dem Ende des Extradrittels, gegen den alleinstehenden Fleury sicherte den kanadischen Hauptstädtern das leistungsgerechte Unentschieden.

Detroit - N.Y. Islanders 5-4 OT (1-1/1-1/2-2/1-0)
Mit vier Siegen in Folge, die beste Ausbeute seit Bestehen des Unternehmens, hatten die Islanders die Saison begonnen und standen nur zehn Sekunden vor der Verbesserung des erfolgreichsten Saisonstarts in ihrer Geschichte, der aus dem Jahr 1976 stammt. Die Mannen von Long Island hatten damals in den ersten sechs Begegnungen nur einen Punkt abgegeben.
Die Spielverderber waren in der letzten Nacht Detroits Luc Robitaille(60.), der kurz vor der Schlusssirene das zwischenzeitliche 4-4 erzielte und damit die Overtime ermöglichte, sowie Detroit Kapitän Steve Yzerman(53./63.), der den Puck in der Verlängerung zum 5-4 Auswärtserfolg der Red Wings im Gehäuse versenkte.
Ansonsten gestaltete sich die Partie auf einem hohen Niveau sehr ausgeglichen: Oleg Kvasha(1./57.) und Alexei Yashin(28.pp/44.) legten vor, während Sergei Fedorov(4.pp), Brett Hull(37.pp), Yzerman und Robitaille jeweils ausgleichen konnten. Von Detroit kaum zu stoppen war die Angriffsformation Kvasha, Yashin und Mariusz Czerkawski, die zusammen auf acht Punkte kam.

Carolina - Atlanta 5-2 (1-1/2-1/2-0)
Im elften Aufeinandertreffen in der Geschichte der beiden Franchisenehmer aus der Southeast Division, blieben die Hurricanes wie gewohnt ungeschlagen. Nachdem die Mannen aus Carolina die Thrashers in den letzten beiden Jahren bereits neun Mal besiegt und sich nur ein Mal ein Unentschieden geleistet hatten, gewannen sie heute Nacht erneut.
Als Matchwinner avancierte Jeff O'Neill(25./56.), der nicht nur die Treffer zu den Zwischenständen von 2-1 und 4-2 erzielen konnte, sondern auch die Vorarbeit für Glen Wesleys(2.pp) und Sami Kapanens(36.) ersten bzw. vierten Saisontor leistete. Zunächst ausgeglichen hielten der Thrashers Verteidiger Frantisek Kaberle(12.) und Topstürmer Ray Ferraro(32.pp), der nach seiner Verletzung zum ersten Mal in dieser Saison zum Einsatz kam, die Begegnung ausgeglichen.
Im weiteren Verlauf offenbarten die Thrashers jedoch erhebliche Mängel, sowohl im Abschluss, als auch in der Defensive. Zudem waren für die 18.545 Zuschauer eklatante Schwächen im Powerplay - Atlanta konnte nur eine von neun Überzahlsituationen nutzen - zu erkennen. Den Schlusspunkt der unterhaltsamen Partie setzte Rob Brind'Amour(60.sh/en), der ins verwaiste Tor zum 5-2 einschoss.

Philadelphia - Florida 5-2 (1-0/3-1/1-1)
Zunächst verlief das Gastspiel der Favoriten, den Philadelphia Flyers, wie erwartet: Feldüberlegen präsentierten sich Roenick und Co. und konnten die Freiheiten bis zur 33. Spielminute in drei Tore, zu einer 3-0 Führung, ummünzen. Nachdem Justin Williams(17.), John LeClair(33.) und Ruslan Fedotenko(33.) getroffen hatten, gelang Panther Viktor Kozlov(36.pp) das erste Erfolgserlebnis der noch jungen Saison im heimischen Stadion zum 1-3 Anschluss.
Im letzten Spielabschnitt drohte, die bis dahin normal geführte Partie zu eskalieren, denn mehrere Akteure mussten sich zusätzlich im Faustkampf profilieren. Die Schiedsrichter verhängten allein im letzten Drittel 196(!) Strafminuten, 'leiteten' 14 Boxeinlagen und schickten sechs Spieler vorzeitig zum Duschen. Einen neuen Franchiserekord stellte Floridas Jason Wiemer auf, in dem 31 Strafminuten gegen den Linksaußen ausgesprochen wurden.
Neben den überharten Aktionen beider Teams, reihten sich Floridas 'Russian Rocket' Pavel Bure(50.) und Phillys Simon Gagne(52.) in die Torschützenliste ein und stellten so den Endstand von 5-2 für die Gäste her. Das Torschussverhältnis von 53-25 für die Flyers belegt die Überlegenheit des diesjährigen heißen Stanley Cup Aspiranten aus Philadelphia.

Edmonton - Nashville 4-3 (1-2/1-1/2-0)
Ein abwechslungsreiches Spiel mit dem glücklicheren Ende für die Gäste bekamen die 13.117 Zuschauer in Nashville zu sehen. Der Deutsche Jochen Hecht(54.) sorgte knapp sechs Minuten vor dem Ende für den Siegtreffer der Oilers, die schon 1-3 in Rückstand lagen.
Ryan Smith(7.) hatte die Kanadier zwar in Führung gebracht, doch die Predators Andy Delmore(14.pp) und Scott Hartnell(19.) drehten das Ergebnis noch vor der ersten Sirene. Vladimir Orszagh(28.) erhöhte schließlich auf einen Zwei-Tore-Vorsprung. Oiler Mike Grier(35.) schaffte mit dem erst zweiten Schuss der Gäste in diesem Drittel den wichtigen 2-3 Anschlusstreffer und Mike Comrie(45.) markierte nach dem Wechsel den Ausgleich, indem er einen Pass von Anson Carter nur abfälschte.
Für Edmonton war der Auswärtserfolg in Nashville der vierte Sieg in Folge.

Calgary - Dallas 4-3 OT (0-2/2-0/1-1/1-0)
Stark aufgerüstet hatte Dallas vor der Saison, um den Stanley Cup nach 1999 wieder nach Texas zu holen. Bislang hatten sich die Investitionen aber noch nicht ausgezahlt, denn die Stars haben offenbar große Schwierigkeiten ihr Spielsystem umzubauen.
In der letzten Nacht waren die Calgary Flames mit Goalie Roman Turek, der von 1996-99 bei den Stars unter Vertrag stand und seitdem noch nie gegen seinen früheren Arbeitgeber verloren hatte, zu Gast. Da die Kanadier zudem im Gegensatz zu den Hausherren einen Traumstart hingelegt haben, lag eine mögliche Sensation bereits vor dem ersten Bully in der Luft.
Unbeeindruckt davon präsentierten sich jedoch zunächst die Gastgeber und gingen durch die Tore von Benoit Hogue(15.) und Mike Modano(16./51.) innerhalb von 92 Sekunden mit 2-0 in Führung. Im Mitteldrittel erspielten sich jedoch die Kanadier mehr und mehr Chancen, so dass der Ausgleich von Bob Boughner(30.) und Steve Begin(39.pp) für die 18.532 Zuschauer kaum überraschend kam.
Wenn auch die Hausherren im letzten Abschnitt wieder klar das Geschehen dominierten, scheiterten bis auf Modano sämtliche Spieler an Tureks Klasse. Knapp zwei Minuten vor der Schlusssirene gelang Denis Gauthier(59.sh) sogar ein Unterzahltor und ermöglichte so die Overtime. Diese beendete Calgarys Craig Conroy(65.) 40 Sekunden vor dem eigentlichen Ende, indem er den Puck unter Ed Belfours rechten Handschuh ins Gehäuse beförderte.

Colorado - Vancouver 0-4 (0-3/0-0/0-1)
Die Vancouver Canucks sind gestärkt aus dem 4-1 Erfolg vom Donnerstag in Dallas hervorgegangen und haben auch der Colorado Avalanche die Grenzen aufgezeigt. In einem von den Gastgebern überlegen geführten Spiel hatte der Titelverteidiger wenig Chancen ins Spiel zu kommen, vor allem deshalb, weil Vancouver im ersten Abschnitt seine Möglichkeiten konsequent nutzte und nach 20 Minuten durch Treffer von Harold Druken(6.), Trent Klatt(9.) und Donald Brashear(20.) bereits 3-0 in Front lag. Besonders Rauhbein Brashear überraschte die Zuschauer, als er Avs Star-Verteidiger Rob Blake vor dem Treffer aussteigen ließ und dabei regelrecht düpierte.
Danach war es schwer für die Gäste gegen die nun defensiv geschickt stehenden Canucks zu agieren. Die Rivalität beider Teams zeigte sich in dem Fakt, dass die Partie zusehends ruppiger wurde. Beide Seiten schenkten sich nichts und auch die Heimmannschaft ließ sich trotz der sicheren Führung zu üblen Fouls hinreißen. Selbst als Brendan Morrison(50.) auf 4-0 erhöht hatte und das Spiel gelaufen war, teilte Jarkko Ruutu einen Kniecheck aus, der zu gleich zu einer längeren Schlägerei zwischen Ed Jovanovski und Scott Parker führte. Todd Bertuzzi eilte von der Bande aus hinzu und wurde deshalb den Regeln entsprechend neben Parker und Ruutu mit einer Spieldauerstrafe belegt. Eine dumme Aktion von Bertuzzi, denn dieser Vorgang könnte eine Strafe der NHL nach sich ziehen.
Erwähnt werden muss natürlich noch der Shutout von Vancouver Torhüter Dan Cloutier, der insgesamt 22 Schüsse hielt. Der erste im Trikot der Canucks und zweite seiner Karriere. Sein Gegenüber David Aebischer wurde genauso oft geprüft, jedoch dabei vier Mal geschlagen.

Washington - Phoenix 2-5 (0-1/1-1/1-3)
Viele hatten die Phoenix Coyotes nach der Abspeckung des Kaders als den Punktelieferant Nummer 1 bezeichnet, während Teameigner Wayne Gretzky mehrfach von der Stärke seiner Mannschaft schwärmte. Heute Morgen im Heimdebut der Coyotes traf letzteres zu, denn der Favorit aus Washington, immer noch ohne den verletzten Topscorer Jaromir Jagr angetreten, wurde von den Gastgebern durchaus verdient mit 5-2 nach Hause geschickt.
Matchwinner der Begegnung für Phoenix war dabei der von Philadelphia verpflichtete Daymond Langkow(39.pp/45./60.en), der seine ersten Saisontore erzielen und weil es gleich drei Stück waren, den ersten Hattrick seiner Karriere feiern konnte. Vor allem der erste und zweite Treffer waren für die Hausherren wichtig, denn Langkow machte aus dem 1-1 Zwischenstand durch Tore von Coyotes Danny Markov(12.pp) und Capitals Peter Bondra(9.pp/51.), kurz vor und nach der zweiten Pause einen 3-1 Vorsprung. Daniel Briere(48.pp) baute die Führung weiter aus, ehe Bondra mit seinem zweiten Erfolgserlebnis des Abends die Gäste wieder bis auf zwei Tore heranbrachte.
Doch das war insgesamt für die harmlos agierenden Gäste zu wenig. Langkow setzte noch den Schlusspunkt und sicherte endgültig den ersten Sieg der Coyotes über die Capitals seit dem 25. März 1999.

Tampa Bay - Los Angeles 1-0(0-0/0-0/1-0)
Den achten Auswärtssieg, bei einem Unentschieden und einer Niederlage, gegen die Los Angeles Kings in der Geschichte der Tampa Bay Lightning strichen die Mannen aus dem Bundesstaat Florida in der letzten Nacht ein. Garant für den Erfolg war Nikolai Khabibulins Ersatzgoalie Kevin Weekes, der sich Dank seiner 31 Paraden den siebten Karriereshutout redlich verdient hatte. Für das Tor des Tages sorgte Tampas Vaclav Prospal(41.) nach nur 38 Sekunden im dritten Drittel, als er den Puck über Felix Potvins linker Schulter versenkte.
Der Zwei-Punkte-Erfolg der Lightning war der Erste in dieser Saison und lässt erneut kaum eine bessere Prognose für dieses Jahr zu. Tampa Bay konnte seit 1992 bzw. seit Bestehen des Franchiseunternehmens nur ein Mal (1996) die Playoffs erreichen.

Boston - San Jose 2-3 (1-0/1-0/0-3)
Die zweite Partie einer sechs Spiele umfassenden Reise im Westen der USA, hatten die Bruins in der letzten Nacht in San Jose zu bestreiten.
Während der ersten beiden Drittel hatte Boston die Partie gut im Griff und lag verdient, durch die Tore von Martin Lapointe(12.) und Brian Rolston(38.sh), mit 2-0 in Führung. Im letzten Abschnitt wurden die Gastgeber zusehens offensiver und schafften in der Person von Brad Stuart(55.) nach knapp 15 Minuten den Anschlusstreffer. 95 Sekunden vor dem Ende, als John Emmons wegen Halten auf der Strafbank saß, gelang Owen Nolan(59.pp) der Ausgleich, ehe der deutsche Nationalspieler Marco Sturm(60.) die Hartgummischeibe mit seiner Rückhand über Goalie Byron Dafoe ins Gehäuse zum 3-2 Sieg befördern konnte.
Trotz der zwei Punkte offenbarten die 'Kalifornischen Haie' offensichtliche Schwächen im Powerplay, die den Sharks lediglich ein Erfolgserlebnis in neun Überzahlsituationen einbrachte.

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