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2001-10-10 

SPIELTAG 10.10.2001

Ottawa - Carolina 6-2 (2-1/1-1/3-0)

Arturs Irbe und Glen Wesley (beide CAR) schauen nach dem 5. Gegentreffer sehr bedrückt.
Die Ottawa Senators beendeten heute Nacht mit einem eindrucksvollen 6-2 Auswärtserfolg Carolinas Siegesserie von zwei Spielen zum Saisonauftakt. Dabei hatte es zunächst ganz gut für die Hurricanes ausgesehen. Nach knapp neun Spielminuten gelang Sami Kapanen(9.pp) bei Überzahl die 1-0 Führung für die Hausherren und beendete damit deren einziges Manko aus den ersten zwei Partien, als sie acht Powerplays ungenutzt gelassen hatten.
Unbeeindruckt zeigten sich die Gäste von dem Rückstand: Marian Hossa(10.) bekam nach dem Bully den Puck, ließ Carolinas Verteidiger Sandis Ozolinsh aussteigen und bezwang anschließend Arturs Irbe im Tor der Hurricanes. Knapp fünf Minuten später hatten die kanadischen Gäste das Glück auf ihrer Seite. Nach einem harten Schuss von Sami Salo, sprang der Puck von der Bande genau auf den Schläger des freistehenden Martin Havlat(14.) zurück und dieser schloss mit dem 2-1 für Ottawa ab.
Im zweiten Spielabschnitt kam es noch schlimmer für die Hausherren, als Mike Fisher(29.) das 3-1 für die Senators markierte. Noch einmal Hoffnung schöpften die Hurricanes nach dem Anschlusstreffer von Jeff O'Neill(32.pp), erneut entsprang das Tor einer Überzahlsituation, doch die Senators ließen in der noch verbleibenden Zeit nichts mehr anbrennen.
In den letzten 20 Spielminuten erwiesen sich die Kanadier als Meister des Ausnutzens ihrer Torgelegenheiten. Chris Phillips(47.) stellte den alten 2-Tore Vorsprung wieder her und innerhalb von 75 Sekunden besiegelten Todd White(57.) und Martin Havlat(58.pp) mit den Treffern zum 6-2 Endstand Carolinas Heimpleite.

Anaheim - Montreal 1-3 (0-1/0-1/1-1)
Vor 17.150 Zuschauern im Molson Centre von Montreal bezwangen die gastgebenden Canadiens die Mighty Ducks of Anaheim mit 3-1 Toren und bleiben dadurch, nach zwei Siegen und einem Unentschieden, weiterhin ungeschlagen. Ein Garant für den doppelten Punktgewinn von heute Nacht war Canadiens Schlussmann Jeff Hackett, der gestützt auf eine konzentriert zu Werke gehenden Abwehr, 24 Mal rettend eingreifen konnte.
Der defensiven Spielweise der Frankokanadier kam zu Gute, dass sie bereits nach gut fünf Spielminuten durch Jan Bulis(6.) mit 1-0 in Front gehen konnten. Anschließend hatten zwar die kalifornischen Gäste die wesentlich größeren Spielanteile, ein Treffer sollte ihnen aber zunächst nicht gelingen. Im Gegenteil: Ende des zweiten Drittels war es Brian Savage(37.), der auf 2-0 erhöhte und damit den Spielverlauf auf den Kopf stellte.
Erst fünf Minuten vor Spielende gab es auch für die Mighty Ducks Grund zum Torjubel als Jeff Friesen(56.) mit seinem zweiten Saisontor noch für eine spannende Schlussphase in der Partie sorgte. Doch drei Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene machte Yanick Perreault(60.en) mit einem 'Empty Net Goal' den Sieg der Canadiens perfekt.

Los Angeles - Dallas 1-2 (1-0/0-2/0-0)

Jere Lehtinen(DAL) konnte beide Treffer der Stars erzielen.
Dallas finnischer Stürmer Jere Lehtinen(30.pp/35.) avancierte mit seinen zwei Toren im Mittelabschnitt innerhalb von 5 1/2 Minuten zum Matchwinner für die Stars bei ihrem 2-1 Heimerfolg gegen die Los Angeles Kings. Die Gäste erwiesen sich für die Texaner als unangenehmer Gegner. Sie ließen im ersten Drittel kaum Torchancen der Hausherren zu und kamen, zu einem psychologisch denkbar guten Zeitpunkt, Sekunden vor der ersten Drittelpause, durch Zigmund Palffy(20.) sogar zur 1-0 Führung.
Nach der Pause kamen die Dallas Stars etwas besser ins Spiel und die einzige Strafe, welche sich die Kings im Mittelabschnitt leisteten, führte prompt die Spielwende herbei.
Die Stars verstärkten nach dem Doppelschlag von Lehtinen ihre Defensivarbeit und verlegten sich mit viel Geschick darauf den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten. Maßgeblichen Anteil an dem Gelingen dieses Vorhabens hatte auch Schlussmann Ed Belfour, der insgesamt 26 Torschüsse der Kings parierte.

Chicago - Edmonton 0-1 (0-1/0-0/0-0)
Zwar zu einem mit 1-0 Toren denkbar knappen, aber hochverdienten doppelten Punktgewinn kamen die Edmonton Oilers in ihrer Heimpartie gegen die maßlos enttäuschenden Chicago Blackhawks. Die Kanadier dominierten über die gesamte Spielzeit, müssen sich aber vorwerfen lassen, dass sie trotz dieser Dominanz nur zu einem Treffer kamen. Mike Grier(17.) erzielte Ende des ersten Spielabschnitts das einzige Tor der Partie. Die Gäste aus Chicago waren auch nach dem Rückstand nicht zu einem konstruktiven Spielaufbau in der Lage. So hatte Edmontons Schlussmann Tommy Salo nur wenig Mühe sich seinen Shutout zu sichern. Insgesamt musste Salo nur elf Mal rettend eingreifen. Sein Gegenüber Jocelyn Thibault konnte sich dagegen mit 28 Rettungstaten über zu wenig Arbeit nicht beschweren

Vancouver - Colorado 4-5 (1-1/2-2/1-2)

Patrick Roy (COL) ist schneller am Puck als Todd Bertuzzi(VAN).
Eine auf hohem Niveau geführte Partie mit neun Toren und einem Happy End für das Heimteam sahen die 18.007 Besucher im ausverkauften Pepsi Center von Denver. Der amtierende Stanley Cup Champion, die Colorado Avalanche, gaben ihr Heimdebut bei dem sie am Ende das Glück in Form des Videoschiedsrichters auf ihrer Seite hatten. Dieser erkannte knapp sechs Minuten vor Spielende beim Stande von 4-4 Milan Hejduks(55.) Siegtreffer an, obwohl nicht eindeutig erkennbar war, ob die schwarze Hartgummischeibe wirklich mit vollem Umfang die Torlinie überschritten hatte.
Die über 60 Minuten gut mitspielenden Gäste aus Vancouver müssen sich aber auch den Vorwurf gefallen lassen, dass sie es in dieser Szene mehrmals nicht geschafft haben, den Puck aus der Gefahrenzone zu befördern. Die Canucks bereiteten mit ihrer offensiven Spielweise den Avalanche zunächst mehr Mühe als erwartet. Durch drei Powerplaytore von Ed Jovanovsky(8.pp), Daniel Sedin(23.pp) und Herbert Vasiljevs(35.pp) konnten sich die Kanadier jeweils einen Ein-Tore Vorsprung herausschießen. Doch auch die 'Special Teams' der Hausherren konnten heute Nacht überzeugen: Teamkapitän Joe Sakic(19.sh) bei Unterzahl und Martin Skoula(29.pp) sowie Rob Blake(36.pp) als Colorado jeweils einen Mann mehr auf dem Eis hatte, egalisierten drei Mal den Spielstand.
Zu Beginn des Schlussdrittels sorgte Chris Drury(45.) für die erstmalige Führung des Titelträgers. Doch auch die Canucks kamen noch einmal, mit dem 4-4 durch Todd Bertuzzi(49.), ins Spiel zurück und hätten sich zumindest einen Punkt verdient gehabt.

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