NHL-Eishockeymagazin
 berichte - aktuell - spielberichte

>> Titelseite

> Berichte
>> aktuell
>> hintergrund

>> Vereine

>> Fanspiele

>> Service

>> Statistik

>> Gerüchte

2001-10-07 

SPIELTAG 07.10.2001

Minnesota - San Jose 0-0 (0-0/0-0/0-0/0-0)
Die erste 'Nullnummer' der noch jungen Saison lieferten sich heute Nacht die Minnesota Wild und die San Jose Sharks in der San Jose Arena. Für Wilds Headcoach Jacques Lemaire, bekanntermaßen ein Freund des Defensiv-Eishockeys, war das 0-0 Unentschieden ein Erfolg: "Die Mannschaft hat genau das durchgeführt, was ich von ihr verlangt habe."
65 Minuten lang machten die Gäste den Kaliforniern das Leben schwer. Bereits in der neutralen Zone wurden die Räume eng gehalten, so dass die Sharks Mühe hatten, ihre Sturmstars Selanne, Nolan, Graves und Damphousse in Szene zu setzen.
Mehrfach in Szene setzen konnte sich dagegen Gästeschlussmann Brian Roloston, der den verletzten Stammtorhüter Manny Fernandez, ersetzte. Mit 36 Saves verdiente sich Roloson den dritten Shutout seiner NHL-Karriere. Das Glück des Tüchtigen hatte Roloson 13 Minuten vor Spielende, als Teemu Selanne nur den Pfosten traf.
Sein Gegenüber Evgeni Nabokov hatte mit 19 Rettungstaten deutlich weniger Arbeit um seinen achten Shutout feiern zu können. Vor allem in den ersten zwei Spielabschnitten, wurde er kaum geprüft.

Atlanta - Boston 3-4 (1-1/2-1/0-1/0-1) OT
Zum ersten Mal seit 1995 starten die Boston Bruins mit zwei Siegen in Folge in eine neue Saison. Nachdem sie am Donnerstag die Mighty Ducks of Anaheim besiegen konnten, fuhren sie heute zwei Punkte gegen die Atlanta Thrashers ein. Die Zeichen auf Sieg stellte Linksaußen Scott Pellerin(6.) bereits in der sechsten Minute, als er von seinen Kollegen Brian Rolston und Kyle McLaren sehenswert in Szene gesetzt wurde. Weiter offensiv, wie in der ganzen Partie, agierten die Hausherren, konnten aber aus der Feldüberlegenheit zunächst kein weiteres Kapital schlagen. Der Ausgleich der Trashers, durch Draftpick Nummer Eins, Ilya Kovalchuk(17.), fiel völlig unerwartet drei Minuten vor der ersten Sirene. Den alten Vorsprung stellte Rob Zamuner(23.) mit seinem ersten Saisontor wieder her, ehe ein Doppelschlag von Shean Donovan(28./39.) die Gäste erstmals in Führung brachte. Brian Rolston(43.), der unter anderen schon für die Colorado Avalanche und den New Jersey Devils die Schuhe schnürte, schoss 145 Sekunden nach Beginn des letzten Abschnitts das verdiente 3-3. So blieb es bis zur Schlusssirene, sodass das Extradrittel entscheiden musste. Bostons Bill Guerin(63.) erzielte mit einer bemerkennswerten Einzelleistung den Siegtreffer: Nach seinem Schuss, den Goalie Milan Hnlicka nicht unter Kontrolle bringen konnte, nahm er den abgeprallten Puck, umkurvte das Gehäuse und schob die Hartgummischeibe neben den kurzen Pfosten über die Torlinie.

Ottawa - Buffalo 2-3 (0-1/2-0/0-2)
57 Sekunden vor Spielende besorgte Buffalos neuer Teamkapitän Stu Barnes(60.) den 3-2 Siegtreffer für die Sabres und avancierte damit zum 'Matchwinner' in der Heimpartie gegen die Ottawa Senators. Bereits zum sechsten Mal in Folge schafften es die Senators nicht gegen Buffalo doppelt zu punkten. Dabei waren die Kanadier heute Nacht ein durchaus ebenbürdiger Gegner. Zwar gingen die Hausherren nach knapp elf Minuten durch Maxim Afinogenov(11.) mit 1-0 in Front, die Senators hielten aber dagegen.
Im zweiten Spielabschnitt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit zahlreichen Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten. Hierbei zeigten sich die Kanadier konsequenter beim Abschluss: Todd White(29.pp) und Marian Hossa(38.pp) nutzten ihre Gelegenheiten im Powerplay und die Senators gingen mit einer 2-1 Führung in die zweite Pause.
Zu Beginn des Schlussabschnitts dauerte es jedoch nur 27 Sekunden ehe Tim Connolly(41.) den Spielstand erneut ausgleichen konnte. Bis zum 'Game Winning Goal' von Stu Barnes verlief das dritte Drittel ohne viele Höhepunkte.

Toronto - Montreal 2-2 (0-1/1-0/1-1/0-0)
Das Duell der kanadischen Erzrivalen aus Toronto und Montreal fand heute Nacht wie gewohnt vor ausverkaufter Kulisse statt: 21.273 Zuschauer kamen ins Molson Centre, um das Duell zu verfolgen. Vor Beginn der Partie begrüßte der Stadionsprecher den anwesenden Saku Koivu, der wegen einer Chemotherapie die ganze Saison fehlen wird. Fünf Minuten lang zollten die Besucher dem Center mit stehenden Ovationen Tribut, ehe die Begegnung mit dem ersten Bully eröffnet wurde.
Zunächst agierten die Mannschaften sehr defensiv, wobei die Maple Leafs optisch überlegen wirkten. Der erste Treffer gelang jedoch den Hausherren in der Person von Mike Ribeiro(8), nach knapp acht Minuten im Anfangsdrittel. Die Antwort der Gäste folgte erst im Mittelabschnitt, als Mats Sundin(26.) die Vorarbeit von Jonas Hoglund und Mikael Renberg verwerten konnte. Auf das zwischenzeitliche 2-1 erhöhte im vermeintlich letzten Drittel Torontos Nik Antropov(48.) und Yanic Perreault(50.), der in der Sommerpause von Toronto nach Montreal gewechselt war, erzielte den erneuten Ausgleich zwei Minuten später. Die folgende Overtime brachte keine Entscheidung.

Columbus - Philadelphia 3-3 (1-1/1-0/1-2/0-0)
Dank Justin Williams(56.) sind die favorisierten Flyers in ihrer Heimpartie gegen die Columbus Blue Jackets noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Gut vier Minuten vor Spielende bugsierte Williams aus kurzer Distanz einen Rebound zum 3-3 Endstand ins Netz.
Die Hausherren waren zwar von der ersten Minute an das spielbestimmende Team, 40-19 lautete das Torschussverhältnis zu ihren Gunsten, gingen aber zu leichtfertig mit ihren Torchancen um. Effektiver agierten da die Gäste: Gleich bei der ersten Überzahlsituation gelang Grant Marshall(13.pp) die 1-0 Führung für Columbus. Gut vier Minuten später rückte Philadelphias Neuzugang aus New York, Kim Johnsson(17.), mit dem Ausgleich die Kräfteverhältnisse wieder zurecht.
Analog das Spielgeschehen im zweiten Durchgang: Philadelphia stürmte, doch Columbus traf. Diesmal war es Tyler Wright(38.), der die Blue Jackets erneut in Front schoss.
Im dritten Drittel kam es zunächst noch schlimmer für die Flyers: Die Jackets durften mit einem Mann mehr auf dem Eis den Schlussabschnitt beginnen und Grant Marshall(42.pp) nutzte zum zweiten Mal an diesem Abend die nummerische Überlegenheit um den Vorsprung auf zwei Tore auszubauen.
Philadelphias Chance auf den Punktgewinn wahrte nur zwei Minuten später Kim Johnsson(44.) mit dem Anschlusstreffer.

New Jersey - Washington 1-6 (1-1/0-4/0-1)
Das erste Aufeinandertreffen der beiden Titelaspiranten aus New Jersey und Washington wurde im Vorfeld mit großer Spannung erwartet. Zunächst dominierten die Devils die von beiden Seiten offensiv geführte Partie und prüften Gaolie Olaf Kölzig 15 Mal allein im ersten Abschnitt, jedoch fand nur ein Schuss von Rookie Josef Boumedienne(16.) zum 1-0 für die Gäste sein Ziel. Den Ausgleich besorgte 94 Sekunden später Jeff Halpern(17.).
Das zweite Drittel begannen die Hausherren vorallem in der Defensive erheblich konsequenter, wogegen die Devils über die gesamte Restzeit kein probates Mittel fanden, um weitere Treffer zu erzielen. Ganz im Gegenteil die Capitals, sie kamen jetzt auch in der Offensive immer besser ins Spiel und begeisterten ihre Fans mit hoher Treffsicherheit. Innerhalb von fünf Minuten schossen Calle Johansson(22.) und dann Jaromir Jagr(27.) die Tore Nummer Zwei und Drei für die Hausherren. Danach gönnten die Hauptstädter ihren Gegnern eine kurze Verschnaufpause, ehe erst Sergei Gonchar(36.) und anschließend Ulf Dahlen(38.pp) zwei weitere Erfolgserlebnisse ihrer Mannschaft und deren Fans bescherten.
Zu Beginn des letzten Drittels musste Goalie Martin Brodeur, der erst vorgestern einen neuen 40 Millionen Dollar Vertrag mit seinem Arbeitgeber abgeschlossen hat, seinen Platz räumen und wurde durch Neuling Scott Clemmensen ersetzt. Dieser wurde in seinen Debut nur fünf Mal geprüft, musste allerdings Peter Bondras(45.pp) Schuss in der 45. Minute zum 6-1 Endstand passieren lassen. Sein Gegenüber Olaf Kölzig hat mit 37 Paraden einen erheblichen Teil zum Sieg über den Stanley Cup Gewinner von 1995 und 2000 beigetragen.

Anaheim - Pittsburgh 4-2 (3-0/0-1/1-1)
Ohne ihrem verletzten Teamkapitän Mario Lemieux mussten sich die Pittsburgh Penguins auch in ihrer zweiten Heimpartie geschlagen geben. Die Abwesenheit von Lemieux hatte auch dazu geführt, dass die Mellon Arena zum ersten Mal seit 33 Spielen mit 15.411 Besuchern nicht ausverkauft war. Heute Nacht konnten die Mighty Ducks of Anaheim mit einem 4-2 Sieg beide Punkte aus dem 'Iglu' entführen.
Den Grundstein für den Auswärtserfolg legten die Kalifornier innerhalb der ersten 13 Spielminuten: Zwei Mal Matt Cullen(8.pp/10.sh) und Jason York(13.pp) konnten in der frühen Phase der Partie einen letztendlich vorentscheidenden 3-0 Vorsprung herausschießen.
Die Penguins agierten zwar nach der Drittelpause engagierter und waren bemüht zurück ins Spiel zu finden. Es reichte jedoch trotz großer optischer Überlegenheit in den verbleibenden 40 Spielminuten nur noch zu den Anschlusstreffern von Milan Kraft(33.) und Dan Lacouture(47.).
Gut fünf Minuten vor Spielende besiegelte Marty McInnis(55.) mit dem Treffer zum 4-2 Pittsburghs zweite Niederlage.

N.Y. Islanders - Florida 3-0 (1-0/0-0/2-0)
Vielleicht zahlen sich die investierten Dollars tatsächlich aus, denn die New York Islanders vervollständigten heute Nacht zum ersten Mal seit 1987 einen Saisonstart mit zwei Siegen. Maßgeblichen Anteil an dem Erfolg hatten diesmal unter anderen die drei teuersten Spieler der Mannen von Long Island: Alexei Yashin(8.), Michael Peca(60.en) und Chris Osgood. Yashin erzielte mit seinem ersten Saisontreffer die 1-0 Führung, Peca leistete zusammen mit Shawn Bates die erfolgreiche Vorarbeit für das 2-0 durch Mark Parrish(56.) und setzte den Schlusspunkt dieser sehenswerten Partie sieben Sekunden vor dem Ende, als Torhüter Roberto Luongo den Kasten bereits für einen weiteren Feldspieler verlassen hatte. Goalie Osgood überzeugte im Gehäuse der Gäste ebenfalls voll und ganz, indem er alle 31 Schüsse, allein neun davon feuerte Pavel Bure ab, der Panthers parieren konnte. Eklatante Mängel waren in den neun Überzahlsituationen der Hausherren auszumachen, da keine Aktion eines Spielers der Hausherren die Islanders trotz nummerischer Unterlegenheit ernsthaft in Gefahr bringen konnte.

St. Louis - Nashville 2-2 (1-1/1-1/0-0/0-0)
Die St. Louis Blues sind mit großen Zielen in die Saison gestartet, doch auch in ihrer zweiten Saisonpartie rechte es für sie 'nur' zu einer Punkteteilung. Nach dem Auftaktunentschieden gegen Columbus vom Freitag trennten sie sich heute Nacht von den Nashville Predators mit einem 2-2 und hatten dabei sogar Glück, dass Predator Andy Delmore in der Schlussminute mit einem One-Timer nur das Torgestänge traf.
Das Aufeinandertreffen war von zahlreichen Strafzeiten auf beiden Seiten gekennzeichnet. Bereits nach fünf Spielminuten hatten die Hausherren Gelegenheit mit einem Penalty in Führung zu gehen. Orszagh konnte diesen jedoch nicht nutzen.
Die Predators hatten sich während der regulären Spielzeit durch Tore von Andy Delmore(10.pp) und Scott Hartnell(28.), der seinen eigenen Rebound einnetzte, zwei Mal in Front bringen können. Doch Pavol Demitra(11.) und Mike Keane(31.) waren jeweils postwendend zur Stelle um kurz darauf den Spielstand wieder zu egalisieren.

Chicago - Calgary 0-4 (0-0/0-2/0-2)
Calgarys Neuzugang aus St. Louis Roman Turek fühlt sich sichtlich wohl im Tor der Flames. Erneut blieb der tschechische Schlussmann ohne Gegentreffer und konnte damit seinen zweiten Shutout im zweiten Spiel für sich verbuchen.
Seine größte Rettungstat vollbrachte Turek zur Mitte des zweiten Durchgangs, als er für Blackhawks Rechtsaußen Steve Sullivan die Endstation war. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Kanadier durch Tore von Craig Conroy(21.) und Dave Lowry(22.pp), sie trafen innerhalb von 82 Sekunden, bereits mit 2-0 in Front.
Insgesamt agierten die Blackhawks sehr enttäuschend. Nach vorne brachten sie nur selten etwas zustande und die Defensivreihen wirkten zeitweise indisponiert. Die Folge waren zwei weitere Tore der Hausherren durch Marc Savard(51.) und Craig Berube(60.) zum auch in der Höhe verdienten 4-0 Endstand.

Phoenix - Edmonton 2-6 (0-0/1-3/1-3)
Die Partie zwischen den beiden Westmannschaften aus Edmonton und Phoenix begann zunächst ruhig, ohne dass ein Team sich entscheidende Vorteile erspielen konnte. Dass die Begegnung sich nach der ersten Pause erheblich steigern und stark an Unterhaltungswert gewinnen sollte, darauf hofften die 16.839 Zuschauer im Skyreach Centre nach dem torlosen Anfangsdurchgang. Die Besucher kamen auf ihre Kosten, denn ihre Oilers brannten ein Feuerwerk ab, wie lange nicht mehr. Bereits nach 22 Sekunden gelang Daniel Cleary(21.pp) die 1-0 Führung, ehe sein Kollege Ryan Smyth(31./40.pp) die Tore zum 2-0 bzw. 3-1 erzielen konnte. Dazwischen markierte Coyote Claude Lemieux(35.pp) den Anschlusstreffer, während Jason Smith(43.sh) wegen Haltens auf der Strafbank saß. Dieser machte seinen geahndeten Übereifer im letzten Abschnitt wieder wett, indem er in Unterzahl das 4-1 für sein Team schoss. Keine sechs Minuten vor dem Ende verkürzte Krystofer Kolanos(54.) auf 2-4 und ließ noch einmal Hoffnung bei Phoenix aufkeimen. Diese wurde jedoch jäh zerstört, als erst Anson Carter(59.en) und anschließend Ethan Moreau(60.) den Endstand von 6-2 für die Oilers herstellten. Eine äußerst unterhaltsame Partie, die mit einer Schussbilanz von 41-16 für die Hausherren und insgesamt 13 Unter- bzw. Überzahlsituationen, in Edmonton einen verdienten Sieger gefunden hatte.

Detroit - Vancouver 4-1 (0-0/3-1/1-0)
Bei ihren Aufeinandertreffen mit den Detroit Red Wings gibt es für die Vancouver Canucks nichts zu gewinnen. Zum 18. Mal in Folge konnten die Westkanadier keinen doppelten Punktgewinn einfahren. Ihr letzter Sieg gegen Detroit datiert vom 16. Februar 1997.
Heute morgen waren die Canucks ihren Gästen gar nicht so unterlegen, wie der Endstand von 1-4 vermuten lässt. Die Hausherren agierten vor allem in den ersten 30 Spielminuten durchaus gefällig und zeigten keinerlei Respekt vor den Favoriten. Ihr größtes Manko war jedoch der Abschluss. Erst nach knapp neun Minuten im zweiten Drittel gelang es Verteidiger Ed Jovanovski(29.) Detroits gut aufgelegten Schlussmann Dominik Hasek zu bezwingen. Kurz darauf handelte sich Matt Cooke eine Strafzeit ein und drei Sekunden später gelang Sergei Fedorov(29.pp) der Ausgleich.
Der Widerstand der Gastgeber war gebrochen, als zum Ende des zweiten Durchgangs Jiri Fisher(37.) und Brendan Shanahan(39.sh), mit seinem dritten Shorthander, die Red Wings 3-1 in Führung brachten. Den 4-1 Endstand besorgte im Schlussdrittel Detroits Teamkapitän Steve Yzerman(55.).

>> Spielstatistiken des Tages

 


(C) NHL - Eishockeymagazin Schäffler & Rösch GbR

Click Here!